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Südkorea : Präsidentin laut Ermittlern in Korruptionsaffäre verstrickt

  • Aktualisiert am

Südkoreas Präsidentin Park Geun-hye Bild: Reuters

In Südkoreas Politskandal geht es um Millionensummen, die von Unternehmen wie Samsung in dubiose Stiftungen flossen. Präsidentin Park spielte laut Ermittlern eine erhebliche Rolle in der Affäre.

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          Südkoreas Präsidentin Park Geun-hye ist nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft „erheblich“ in die Korruptionsaffäre um ihre langjährige Vertraute Choi Soon Sil verstrickt. Aus den bisher vorliegenden Beweisen gehe hervor, dass Park eine „erhebliche Rolle“ in der Affäre gespielt habe, sagte der leitende Ermittler Lee Young Ryeol am Sonntag.

          Parks langjährige Freundin soll ihre Beziehungen zu der Präsidentin dazu genutzt haben, um von südkoreanischen Unternehmen wie Samsung Spenden in Millionenhöhe für angeblich wohltätige Stiftungen einzutreiben, aus denen sie sich dann persönlich bereichert haben soll. Darüber hinaus wird Choi vorgeworfen, Einfluss auf Parks Regierungsarbeit genommen zu haben.

          Abermals Massenkundgebung in Seoul

          Die 60-jährige Choi sitzt mittlerweile wegen des Verdachts auf Betrug und Machtmissbrauch in Haft. Vor einigen Tagen wurden im Zusammenhang mit der Affäre auch zwei frühere enge Berater der Staatschefin verhört. Am Sonntag erhob die Staatsanwaltschaft offiziell Anklage gegen die drei Beschuldigten.

          Am Samstag waren in Seoul abermals zehntausende Menschen gegen Park auf die Straße gegangen und hatten die Präsidentin zum Rücktritt aufgefordert. Es war bereits die vierte Massenkundgebung in der Hauptstadt in vier Wochen. Obwohl sich die Präsidentin schon mehrfach entschuldigt hat, liegen ihre Beliebtheitswerte in Meinungsumfragen derzeit bei nur noch fünf Prozent.

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