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Nordkorea : UN-Kommission will Verbrechen in Lagern untersuchen lassen

  • -Aktualisiert am

Im Schutz Chinas und Russlands: Nordkoreas Staatschef Kim Yong-un Bild: dpa

Der Internationale Gerichtshof soll die Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea untersuchen. Das hat die UN-Menschenrechtskommission verlangt. Doch das Regime kann sich auf den Schutz Chinas und Russlands verlassen.

          Die UN-Menschenrechtskommission hat den Weltsicherheitsrat dazu aufgerufen, den Internationalen Gerichtshof mit der Untersuchung von  Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea zu beauftragen. Nordkorea hatte zuvor mit Drohungen und Kooperationsversprechungen versucht, die Resolution abzuschwächen, die noch von der Vollversammlung verabschiedet werden muss

          China und Russland stimmten gegen die Resolution, die mit großer Mehrheit angenommen wurde. In einem Bericht für die  Menschenrechtskommission waren im Februar  erstmals unglaubliche Gräueltaten und systematische Verletzungen der Menschenrechte in Nordkorea dokumentiert  worden. Besonders wurden Nordkoreas Arbeitslager angeprangert, in denen bis zu hunderttausend Menschen inhaftiert sind. Folter und Hunger, Vergewaltigung und Hinrichtungen seien dort an der Tagesordnung, hieß es. Hunderttausende politischer Gefangener seien in den vergangenen 50 Jahren in diesen Lagern verschwunden. Es sei auch üblich, Familienangehörige politischer Gefangener in die Lager zu schicken.

          Der Bericht stützt sich vornehmlich auf Aussagen nordkoreanischer Flüchtlinge in Südkorea, da Untersuchungen vor Ort nicht möglich waren. Nordkorea hatte den Bericht als Erfindung und Provokation zurückgewiesen und einen eigenen, positiven Bericht veröffentlicht. Es gebe zwar Lager in Nordkorea, aber diese dienten der Umerziehung und der Verbesserung ihrer Insassen. Nordkorea kann darauf hoffen, dass Russland und China auch im Weltsicherheitsrat ein Veto gegen die Resolution einlegen werden.

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