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Kriegsrecht verhängt : Soldaten marschieren in Bangkok auf

  • Aktualisiert am

Thailändischer Soldat im Zentrum Bangkoks Bild: REUTERS

Die Lage in Bangkok spitzt sich zu: Das Kriegsrecht wurde verhängt, Soldaten marschieren in Thailands Hauptstadt auf. Das Militär behauptet, es handele sich nicht um einen Putsch.

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          Nach der Verhängung des Kriegsrechts durch die Armee sind in der thailändischen Hauptstadt Bangkok am Dienstag bewaffnete Soldaten aufmarschiert. Unter anderem patrouillierten sie im Geschäfts- und Vergnügungsviertel im Stadtzentrum, wie Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Zudem war nahe einer wichtigen Fernsehanstalt und an anderen Orten Militär zu sehen.

          Auch eine Demonstration von Anhängern der vom Verfassungsgericht des Amts enthobenen Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra wurde nach Teilnehmerangaben von Soldaten umstellt. „Wir wurden von allen Seiten eingekreist“, sagte ein Demonstrant AFP. Es gebe Verhandlungen mit den Soldaten. Diese verlangten demnach, die Kundgebung aufzulösen.

          Das Militär behauptet, es handele sich nicht um einen Putsch. Bilderstrecke

          Angesichts der seit Monaten andauernden politischen Unruhen mit 28 Toten und hunderten Verletzten hatte die thailändische Armee zuvor das Kriegsrecht über das Land verhängt. Der Schritt solle „Frieden und Ordnung für alle Menschen wiederherstellen“, hieß es im vom Militär betriebenen Fernsehen. Die Maßnahme sei nicht als Putsch aufzufassen.

          In Thailand hatte es zuletzt heftige Auseinandersetzungen zwischen Anhängern von Regierung und Opposition gegeben. Am 7. Mai wurden Yingluck und neun Minister wegen Machtmissbrauchs ihrer Ämter enthoben. Die Opposition fordert eine nicht gewählte sogenannte Volksregierung. Yinglucks Anhänger drohen für diesen Fall mit Bürgerkrieg.

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