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Geste der Versöhnung : Abe plant historischen Besuch in Pearl Harbor

Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe Bild: AP

Als erster japanischer Regierungschef reist Shinzo Abe Ende Dezember nach Pearl Harbor. Zusammen mit dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama will er der Opfer des Überfalls von 1941 gedenken.

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          75 Jahre nach dem japanischen Überfall auf den amerikanischen Marinehafen Pearl Harbor auf Hawaii wird Japans Ministerpräsident Shinzo Abe dort als erster japanischer Regierungschef der Toten gedenken. Abe erklärte am Montag in Tokio, Ende Dezember in Hawaii zu einem letzten Gipfeltreffen mit dem scheidenden amerikanischen Präsidenten Barack Obama zusammenzutreffen und Pearl Harbor zu besuchen. Die Ankündigung Abes kommt zwei Tage vor dem 75. Jahrestag des japanischen Angriffs.

          Patrick Welter

          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Über den Besuch wurde in Japan seit Monaten spekuliert. Denn im Mai hatte Obama als erster amerikanischer Präsident Hiroshima besucht, die Stadt, die 1945 durch eine amerikanische Atombombe zerstört wurde. Mit Abes Gegenbesuch in Pearl Harbor schließt das Jahr so mit einer weiteren historischen Geste der Versöhnung beider Länder. Der Besuch am 26. und 27. Dezember fällt in die Zeit des üblichen Jahresendurlaubs Obamas auf Hawaii.

          Bei dem Fliegerangriff auf die amerikanische Pazifikflotte am 7. Dezember 1941 kamen mehr als 2300 amerikanische Marinesoldaten und Militärangehörige um. Drei Schiffe wurden in dem Hafen versenkt, mehr als ein Dutzend anderer Schiffe schwer beschädigt. Der Angriff beschleunigte den Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg und besiegelte so letztlich das Ende des militärischen Aggressors Japan. Pearl Harbor hat für die Amerikaner ähnlich große symbolische Bedeutung wie die Atombombenstädte Hiroshima und Nagasaki für Japan.

          Abe betonte vor Journalisten, er wolle mit dem Besuch die engen Beziehungen beider Länder unterstreichen. Die ehemaligen Kriegsgegner sind heute durch eine enge Sicherheitspartnerschaft verbunden.

          Die Gedenkstätte an den Angriff der Japaner in Pearl Harbor, Hawaii

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