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Kommentar : Risiko Hongkong

  • -Aktualisiert am

Polizisten gehen mit Tränengas gegen Demonstranten in Hongkong vor Bild: AFP

In der früheren britischen Kronkolonie Hongkong geht es um den künftigen Weg Chinas. Eine harte Reaktion auf die Demonstrationen kann nicht ausgeschlossen werden.

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          Die alte Theorie, dass Asiaten im Allgemeinen und Chinesen im Besonderen kein Interesse an der Demokratie hätten, wird auf den Straßen Hongkongs derzeit eindrucksvoll widerlegt. Die Theorie hat sowieso nie gestimmt, wie man in Taiwan und anderen benachbarten Ländern beobachten kann.

          In der früheren britischen Kolonie geht es nun aber um den künftigen Weg des größten und wichtigsten Landes der Region. Für die chinesische Regierung stellen die Demonstrationen die größte Provokation dar seit der Niederschlagung der Demokratiebewegung auf dem Platz des Himmlischen Friedens vor 25 Jahren. Niemand dürfte sich in Peking der Illusion hingeben, dass ein Erfolg der Proteste ohne Auswirkungen auf das übrige Land bliebe, in dem sich trotz der Verbesserung der Lebensverhältnisse viel Unmut in der Bevölkerung aufgestaut hat.

          Eine harte Reaktion des Staates kann deshalb nicht ausgeschlossen werden. Denn soviel ist klar: Wirklich freie Wahlen wollte man den Hongkongern nie zugestehen, weil das ein Risiko für das Herrschaftsmodell im gesamten Land wäre.

          Nikolas Busse
          Verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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