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Präsidentschaftswahlen in der Mongolei : Elbegedorsch im Amt bestätigt

  • Aktualisiert am

Vor der Wahl: Präsident Tsakhia Elbegdorj Bild: dpa

Knapper Sieg für den Amtsinhaber. Mit 50,2 Prozent der Stimmen hat sich Präsident Tsakhia Elbegdorj bei den Wahlen in der Mongolei durchgesetzt. In den kommenden vier Jahren will er die Korruption bekämpfen und Investitionen fördern.

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          Bei den Präsidentschaftswahlen in der Mongolei ist der bisherige Amtsinhaber Elbegdorsch von der Demokratischen Partei in seinem Amt bestätigt worden. Er erhielt nach einem vorläufigen Ergebnis vom Donnerstag 50,22 Prozent der Stimmen. Der frühere Ringkämpfer Bat-Erdene, der für die Mongolische Volkspartei antrat, erhielt 41,48 Prozent. Nadzagin Udval von der Mongolischen Revolutionären Volkspartei, den Reformkommunisten, die als erste Frau für das höchste Amt kandidierte, erhielt 8.3 Prozent der Stimmen.

          Ein Schwerpunkt der kommenden vier Jahre unter Elbegdorj dürfte der Kampf gegen die Korruption werden. Seit die Demokraten im vergangenen Juli die Mehrheit im Parlament übernommen haben, gab es mehrere Urteile gegen ranghohe Offizielle. „2012 ist die Korruption in der Mongolei weltweit am schnellsten zurückgegangen“, sagte Elbegdorj am Wahltag vor Journalisten in Ulan Bator. Innerhalb von einem Jahr habe die Mongolei sich im
          Korruptionsindex um 26 Plätze nach vorne geschoben. Auf dem Index der
          Organisation Transparency International lag das Land im vergangenen
          Jahr auf Platz 94 von 174.


          Außerdem will Elbegdorj Investitionen in sein Land ankurbeln. „Ein
          neues Investmentgesetz wird ausländische und inländische Investoren
          gleich behandeln“, sagte er am Mittwoch. Nachdem im vergangenen Jahr
          ein Gesetz mit strengeren Regelungen für ausländische Investoren in
          Sektoren wie Bergbau, Banken und Medien beschlossen worden war,
          gingen die ausländischen Direktinvestitionen deutlich zurück.
          Diplomaten sprechen von einem Rückgang von etwa 60 Prozent in den
          vergangenen zwölf Monaten.






          Die Wahlbeteiligung lag bei 64 Prozent. Die Demokratische Partei des Präsidenten verfügt auch im Parlament über die Mehrheit. Im Wahlkampf waren vor allem die Verteilung der Einkünfte aus den Rohstoffen und die Korruption in Politik und Wirtschaft Themen. Die Wirtschaft der Mongolei ist durch einen Rohstoffboom in den letzten Jahren rapide gewachsen. Das Land mit nur drei Millionen Einwohner verfügt über riesige Vorkommen an Kupfer, Kohle und Gold. Nicht alle profitieren von dem Reichtum. Noch immer lebt jeder vierte Mongole unter den Armutsgrenze.

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