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Friedensnobelpreisträgerin : Malalas Attentäter zu hohen Strafen verurteilt

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Attentäter verurteilt: Malala Yousafzai im Dezember 2014 nach der Verleihung des Friedensnobelpreises Bild: dpa

Zehn Männer sind von einem Anti-Terrorgericht im pakistanischen Swat-Tal zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt worden. Sie hatten gestanden, 2012 den Anschlag auf die Kinderrechtsaktivistin Malala verübt zu haben.

          Zweieinhalb Jahre nach einem Attentat auf die pakistanische Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai hat ein Gericht in Pakistan zehn Männer zu lebenslanger Haft verurteilt. Das teilte ein Gerichtssprecher am Donnerstag mit. Die Angeklagten hätten gestanden, den Angriff im Auftrag des heutigen Führers der pakistanischen Taliban ausgeführt zu haben, hieß es am Donnerstag aus Kreisen der Staatsanwaltschaft. Das Mädchen Malala war bei einer Attacke von Taliban-Extremisten im Oktober 2012 durch Schüsse lebensgefährlich verletzt worden. Im September 2014 war zunächst der mutmaßliche Schütze gefasst worden. Dessen Aussagen führten dann zu neun weiteren Festnahmen.

          Der britische Sender BBC hatte Malala im Jahr 2007 zusammen mit einigen anderen Mädchen aufgefordert, auf seiner Website ein Tagebuch über ihr Leben unter der Talibanherrschaft zu schreiben. Malala wurde dabei zum Ziel der Terroristen, weil sie in den Blogeinträgen kritisierte, dass die Mädchenschulen in ihrer Heimat, dem Swat-Tal, von den Taliban angegriffen und geschlossen worden waren. Malala wurde auch in der pakistanischen Öffentlichkeit rasch bekannt, weil sie immer wieder Interviews gab. In der konservativen pakistanischen Gesellschaft war es ungewöhnlich, dass ihre Eltern ihr dies erlaubten. Tatsächlich war es ihr Vater, der das damals noch schüchterne Mädchen ermutigte, die Öffentlichkeit zu suchen. 2014 wurde ihr der Friedensnobelpreis verliehen; sie lebt heute in Großbritannien.

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