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Pakistan : Dutzende Tote bei Anschlag in Karachi

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Entsetzen und Trauer bei Angehörigen der Opfer nach dem Anschlag in Karachi Bild: REUTERS

In der pakistanischen Metropole Karachi sind bei einem Autobombenattentat 45 Menschen getötet und mehr als 150 verletzt worden. Der Anschlag ereignete sich in einem vorwiegend von Schiiten bewohnten Stadtteil.

          Nach einem schweren Anschlag mit 45 Toten ist das öffentliche Leben in der pakistanischen Metropole Karachi am Montag weitgehend zum Erliegen gekommen. Schulen, Geschäfte und Märkte blieben geschlossen, auch öffentliche Verkehrsmittel stellten den Betrieb ein, nachdem die Behörden einen Tag der Trauer ausgerufen hatten. Schiitengruppen riefen zu einer drei Tage langen Trauer auf, um der Opfer zu gedenken. Karachi ist die Wirtschaftsmetropole des Landes, die Stadt wird aber von ethnischer, politischer und sektiererischer Gewalt geprägt, bei der 2012 mehr als 2200 Menschen getötet wurden.

          In der Millionenstadt waren am Sonntag bei einem Autobombenattentat 45 Menschen getötet und mehr als 150 verletzt worden. Der Anschlag ereignete sich in einem von Schiiten bewohnten Stadtteil, unter den Toten waren aber nach Behördenangaben auch einige Sunniten.

          Am Ort des Anschlags in Karachi

          Schiiten stellen 20 Prozent der 180 Millionen Einwohner in Pakistan. Zuletzt hatten Anschläge gegen die Religionsgruppe deutlich zugenommen. Laut der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch war 2012 das mit 400 Toten bislang tödlichste Jahr für Schiiten. In diesem Jahr kamen bei Anschlägen auf Schiiten bereits knapp 200 Menschen ums Leben.

          Das pakistanische Parlament soll in zwei Wochen aufgelöst werden, damit die im Mai anstehenden Parlamentswahlen vorbereitet werden können. Die zunehmende Gewalt gegen Schiiten warf Fragen über die Sicherheitslage im Land auf.

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