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Pakistan : Chefermittler im Fall Bhutto erschossen

  • Aktualisiert am

Chaudhry Zulfiqar Bild: dpa

In Pakistan ist der Chefermittler im Mordfall der früheren Ministerpräsidentin Benazir Bhutto erschossen worden. Unbekannte feuerten Polizeikreisen zufolge am Freitag auf den Staatsanwalt Chaudhry Zulfikar, als dieser sein Haus in Islamabad verließ.

          Knapp viereinhalb Jahre nach dem tödlichen Anschlag auf Pakistans ehemaligen Premierministerin Benazir Bhutto ist der Hauptermittler in dem Mordfall erschossen worden. Unbekannte feuerten Polizeikreisen zufolge am Freitag zwölf Mal auf den Staatsanwalt Chaudhry Zulfikar, als dieser sein Haus in Islamabad verließ. Zulfiqar’s Leibwächter sei verletzt worden.

          Der Staatsanwalt vertrat das pakistanische Bundeskriminalamt (FIA) in dem Fall, in dem auch gegen den damaligen Militärmachthaber Pervez Musharraf ermittelt wird. Zulfiqar sollte am Tag seiner Ermordung an dem Verfahren zum Bhutto-Mord in einem Anti-Terror-Gericht in der Garnisonsstadt Rawalpindi teilnehmen.

          Polizisten untersuchen am Freitagmorgen das von Schüssen getroffene Fahrzeug des Chefanklägers in Islamabad

          Musharraf wird vorgeworfen, trotz der Bedrohungslage nicht für ausreichenden Schutz für Bhutto gesorgt zu haben. Er steht unter anderem deshalb bis mindestens zum 14. Mai unter Hausarrest. Der ehemalige Präsident war im März aus dem selbsterwählten Exil zurückgekehrt, um an der Parlamentswahl am 11. Mai teilzunehmen. Musharrafs Kandidatur wurde ihm von mehreren Gerichten untersagt. Zuletzt verfügte ein Gericht in Peshawar am vergangenen Dienstag ein lebenslanges Politikverbot für den Musharraf.

          Bhutto war Ende 2007 im Wahlkampf zur damals bevorstehenden Parlamentswahl bei einem Anschlag getötet worden. Wenige Wochen zuvor hatte sie einen Selbstmordanschlag in Karachi unverletzt überlebt.

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