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Nordkoreas Wasserstoffbombe : Eine reale Bedrohung

Zündender Befehl des obersten Führers: Kim Jong-un unterzeichnet die Order zum Test einer Wasserstoffbombe in Nordkorea Bild: dpa

Das Zünden einer Wasserstoffbombe zeigt abermals die Gefahr, die von Nordkorea ausgeht. Für Kim Jong-un sind Atomwaffen die Überlebensgarantie seines Gewaltregimes.

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          Das „künstlich herbeigeführte Erdbeben“ in Nordkorea, das die Führung in Pjöngjang als gelungenen Test einer Wasserstoffbombe darstellt, zeigt, dass Staatsführer Kim Jong-un weiterhin nicht gewillt ist, sich und sein Land in eine friedliche regionale Ordnung einzufügen.

          Peter Sturm
          Redakteur in der Politik, zuständig für „Politische Bücher“.

          Die Situation in Nordostasien ist ohnehin schwierig genug. China und Japan sprechen zwar nicht mehr nur übereinander, sondern auch wieder miteinander. Aber von einer Entspannung kann angesichts der Streitigkeiten um Territorien und militärische Aufrüstung keine Rede sein.

          Nordkorea baut seine militärischen Fähigkeiten unbeirrt weiter aus. Es entwickelt sich zu einer realer werdenden Bedrohung für nahe und fernere Länder. Wie weit Kim Jong-un beim Einsatz seiner Soldaten zu gehen bereit wäre, kann man nicht seriös sagen.

          Eines freilich ist sicher: Über eine Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel wird Nordkoreas Führer nicht mit sich reden lassen. Die atomare Komponente seines Militärs sieht er als Überlebensgarantie für sein Regime an, die durch keine vertragliche Vereinbarung adäquat ersetzt werden könnte.

          Deshalb müssten jetzt alle interessierten Mächte gemeinsam nach einer Strategie suchen. An Verurteilungen des nordkoreanischen Vorgehens wird es nicht fehlen. Auch – früher hätte man gesagt, sogar – China hat sich uneingeschränkt negativ über Nordkorea geäußert.

          Aber das Misstrauen, zum Beispiel zwischen Peking und Washington, ist zu groß, als dass man ein gemeinsames Vorgehen erwarten könnte, das über verbale Missfallenskundgebungen hinausginge. Die russische Reaktion spricht in diesem Zusammenhang Bände. Angesichts der guten Beziehungen zwischen beiden Ländern sehe man keine Bedrohung für Russland, heißt es.

          Solche Reaktionen bestärken Kim Jong-un. Aber auf Kleinigkeiten dieser Art nimmt die Regierung Putin ja schon lange keine Rücksicht mehr.

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