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Korea-Konflikt : Nordkorea verpatzt Raketenstart zum Geburtstag des Staatsgründers

  • Aktualisiert am

Feierlichkeiten in Nordkorea zum Geburtstag des Staatsgründers Kim Il-sung in Nordkorea Bild: dpa

Der Test einer nordkoreanischen Mittelstreckenrakete ist laut Einschätzung des Südens und der Vereinigten Staaten gescheitert. Peinlich: Der Start hätte zum Geburtstag von Kim Jong-uns Großvater erfolgen sollen.

          Nordkorea ist mit seinem neuesten Raketentest gescheitert. Es habe sich offenbar um eine Mittelstreckenrakete vom Typ Musudan mit einer Reichweite von mehr als 3000 Kilometern gehandelt, meldet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Der Generalstab der südkoreanischen Armee teilte mit, der Test sei misslungen.

          Inmitten wachsender Spannungen

          Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Washington sagte, das amerikanische Militär habe einen gescheiterten Raketentest registriert. Er forderte Nordkorea auf, Handlungen und Äußerungen zu unterlassen, die den Konflikt weiter eskalieren ließen.

          Zuvor hatte Südkorea gemeldet, dass der Norden eine oder zwei Musudan-Raketen in der Nähe des Hafens Wonsan im Osten in Stellung gebracht habe. Der Test sollten demnach am Freitag zum Geburtstag des nordkoreanischen Staatsgründers Kim Il-sung abgeschossen werden. Dieser war der Großvater des jetzigen Machthabers in Pjöngjang, Kim Jong-un.

          Der neue Raketentest erfolgte inmitten zunehmender Spannungen auf der koreanischen Halbinsel. Nordkorea hatte im Januar zum vierten Mal einen Atomtest vorgenommen und im Monat darauf eine Langstreckenrakete getestet. Die Vereinten Nationen verhängten daraufhin neue Sanktionen.

          Ungeachtet dessen erklärte das international nahezu vollständig isolierte Nordkorea kürzlich, dank eines neuen Raketentriebwerks in der Lage zu sein, Ziele in aller Welt mit Atomwaffen anzugreifen.

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