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Mumbai : Tote nach Explosion auf indischem U-Boot

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Das indische U-Boot „Sindhurakshak“ ist nach einem Brand an Bord mit 18 Besatzungsmitgliedern im Hafen von Mumbai gesunken. Dem Brand ging eine heftige Explosion voraus.

          Bei einer Explosion auf einem indischen U-Boot sind am Mittwoch mehrere Seeleute ums Leben gekommen. Der Vorfall ereignete sich kurz nach Mitternacht im Marinehafen der indischen Metropole Mumbai. Verteidigungsminister A. K. Antony sagte, er sei bestürzt über den Tod der Marineangehörigen. Es handle sich um eine der größten Tragödien in dem Land in jüngerer Zeit. Weitere Details nannte er nicht.

          Ein Marinesprecher hatte zuvor gesagt, 18 Menschen seien nach der Explosion in dem Boot eingeschlossen. Der Vorfall habe sich nach Mitternacht auf der „INS Sindhurakshak“ ereignet. Es handle sich vermutlich um einen Unfall, die Ursachen würden ermittelt, sagte der Marinesprecher. Auf Bildern in sozialen Netzwerken war ein gewaltiger Feuerball über dem Hafengelände zu sehen, in dem das U-Boot vor Anker lag. Es sank nach dem Feuer zur Hälfte.

          Das 1997 in Dienst gestellte dieselelektrische U-Boot aus russischer Produktion war erst im Mai in Russland generalüberholt worden. Das Boot ist eine Export-Version der russischen Kilo-Klasse. Der Brand in der Nacht zum Mittwoch war nicht der erste Unglücksfall auf dem U-Boot. Bei einer Explosion im Batterie-Raum der „INS Sindhurakshak“ war im Februar 2010 ein Matrose ums Leben gekommen.

          Indien betreibt derzeit eine Flotte von 14 U-Booten. Die Schiffe gelten als veraltet. Erst in dieser Woche hatte Indien mitgeteilt, dass nun der Reaktor des ersten Atom-U-Bootes aus indischer Herstellung fertig sei.

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