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Mahinda Rajapakse : Sri Lankas Präsident gesteht Wahlniederlage ein

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Sri Lankas Präsident Mahinda Rajapaksa muss abtreten Bild: AP

Nach der Präsidentschaftswahl in Sri Lanka zeichnet sich ein überraschender Machtwechsel ab. Der langjährige Amtsinhaber Rajapakse gibt sich schon vor der Bekanntgabe des offiziellen Endergebnisses geschlagen. Er galt als Favorit.

          In Sri Lanka hat Amtsinhaber Mahinda Rajapakse seine Niederlage bei der Präsidentschaftswahl eingestanden. Der scheidende Staatschef verneige sich vor den „Wünschen des Volkes“ und garantiere eine reibungslose Übergabe der Macht, sagte sein Pressesprecher am Freitag. Teilergebnisse der Präsidentschaftswahl vom Donnerstag hatten zuvor auf einen Sieg von Herausforderer Maithripala Sirisena hingedeutet.

          Rajapakse war für eine dritte Amtszeit in dem südasiatischen Inselstaat angetreten. Es war ein enges Rennen zwischen ihm und Sirisena erwartet worden. Rajapakse galt jedoch als Favorit. Nach der Auszählung von fast 600.000 Stimmen lag Sirisena mit 56 Prozent vorn, wie die Wahlbehörden mitteilten. Demnach kam Rajapakse auf 41 Prozent der Stimmen. Wahlberechtigt waren rund 15 Millionen Menschen, die Beteiligung lag bei geschätzten 75 Prozent.

          Sieg des Ex-Verbündeten

          Rajapakse hatte Sri Lankas Politik über ein Jahrzehnt dominiert - erst als Premierminister und ab 2005 als Präsident. Dreiviertel der 20 Millionen Einwohner sind Sinhalesen. Sie halten Rajapaksa zugute, dass er den jahrzehntelangen Bürgerkrieg gegen tamilische Rebellen 2009 beendete und die Wirtschaft ankurbelte. Menschenrechtler warfen ihm dagegen vor, zu viel Macht im Präsidentenamt zu konzentrieren. Mehrere Brüder Rajapaksas bekleideten hohe Regierungsämter.

          Herausforderer Sirisena galt jahrelang als enger Mitarbeiter Rajapaksas. Im November hatte er seinem Chef unerwartet die Freundschaft gekündigt, um bei den Wahlen gegen ihn anzutreten. Rajapaksa wertete dies als schweren Vertrauensbruch.

          Sirisena hatte im Wahlkampf eine internationale Untersuchung zu mutmaßlichen Kriegsverbrechen der Armee während des Krieges gegen die Rebellenorganisation der Tamilen (LTTE) gefordert. Außerdem will er das Parlament stärken und die Macht dezentralisieren. Das neue Staatsoberhaupt könne wohl bereits am Freitag angelobt werden, hieß es aus dem Präsidentschaftsamt.

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