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Krieg am Hindukusch : Schon mehr als 5000 afghanische Soldaten dieses Jahr getötet

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Gegen die Taliban: Vor allem die südliche Provinz Helmand ist stark umkämpft. Bild: dpa

Die afghanische Zivilbevölkerung leidet, die Sicherheitslage ist desaströs. Das zeigen auch neu veröffentlichte Zahlen: Seit Jahresbeginn ist in dem Land am Hindukusch die Zahl der getöteten Soldaten eklatant gestiegen.

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          Die heftigen Kämpfe in Afghanistan gegen die Taliban und andere Extremisten haben dieses Jahr bereits 5523 afghanische Soldaten das Leben gekostet. Das geht aus einem am Sonntag vorgelegten Bericht des Aufsichtsgremiums des amerikanischen Senats für die Hilfe in Afghanistan (Sigar) hervor. Weitere 9665 Soldaten seien im selben Zeitraum verwundet worden. Zurzeit befänden sich nur etwa 63 Prozent des Landes unter Kontrolle der Regierungstruppen.

          Auch die Zivilbevölkerung leide stark: Seit Januar starben nach Angaben der Vereinten Nationen vom vergangenen Monat etwa 2500 Zivilisten infolge des Konflikts und 5800 wurden verletzt. 245.000 Afghanen hätten wegen der Kämpfe, Überfälle und Anschläge aus ihren Heimatorten in andere Regionen des Landes fliehen müssen. Zudem seien 225.000 der etwa 2,5 Millionen Afghanen, die als Flüchtlinge im Nachbarland Pakistan lebten, zur Rückkehr in ihr Heimatland gedrängt worden.

          Das Land am Hindukusch wurde zwischen 1996 und 2001 von den Taliban beherrscht. Eine von den Vereinigten Staaten geführte Invasion brachte die Fundamentalisten zum Sturz, die sich abermals auf dem Vormarsch bewegen. Als Folge ist die Opiumproduktion deutlich angestiegen.

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