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Kampfeinsatz beendet?  : Neue Drohnenangriffe über Afghanistan

  • Aktualisiert am

Flug bei Nacht: Eine bewaffnete amerikanische Drohne fliegt über Südafghanistan (Archivaufnahme) Bild: dapd

Die Nato-Staaten haben ihren Kampfeinsatz in Afghanistan beendet. Mit einer Ausnahme. Während in Kabul bereits die Flagge der neuen Ausbildungs-mission weht, setzt Washington die Drohnenangriffe gegen Aufständische offenbar fort.

          Bei amerikanischen Drohnenangriffen sind in Afghanistan acht Aufständische getötet worden. Die Attacken fanden am Sonntag und Montag in den Provinzen Nuristan und Nangarhar im Osten des Landes statt, wie die örtlichen Behörden mitteilten. In beiden Fällen wurden den Angaben zufolge jeweils vier Aufständische getötet. Die Nato-geführte Afghanistantruppe Isaf kommentierte die Vorfälle zunächst nicht.

          Brisant sind die beiden Angriffe, weil die Nato am Sonntag ihre Kampfmission nach 13 Jahren mit einer feierlichen Zeremonie für beendet erklärt hatte. Über dem Hauptquartier der internationalen Truppen weht bereits die Flagge der Nachfolgemission „Resolute Support“ (Entschlossene Unterstützung) zur Ausbildung und Beratung der afghanischen Streitkräfte. Rechtlich gesehen wird aus der Isaf erst zum Jahreswechsel die neue Ausbildungsmission.

          Deutsche Minister loben Isaf-Einsatz

          Die Bundesregierung würdigte am Montag die Erfolge des internationalen Engagements am Hindukusch. „Von Afghanistan wirkt kein Terror mehr in die Welt“, schrieben die vier zuständigen Bundesminister in einem offenen Brief.

          Zudem habe sich die Lage der Menschen im Land deutlich verbessert. Das Bruttoinlandsprodukt habe sich seit 2001 mehr als versechsfacht, die Lebenserwartung sei erheblich gestiegen und es seien Straßen, Schulen, Krankenhäuser und Kraftwerke gebaut worden.

          Der offene Brief wurde von den Ministern Frank-Walter Steinmeier (Auswärtiges, SPD), Ursula von der Leyen (Verteidigung, CDU), Thomas de Maizière (Inneres, CDU) und Gerd Müller (Entwicklung, CSU) verfasst. Darin machen sie noch erhebliche Defizite bei der Bekämpfung der Drogenproduktion und Korruption sowie bei der Sicherheitslage aus. Die Zahl der getöteten Zivilisten hat in diesem Jahr mit deutlich mehr als 3000 einen Höchststand erreicht.

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