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Japanisches Meer : Nordkorea feuert abermals Rakete ab

  • Aktualisiert am

Eine Patriot-Abwehrbatterie mitten in Tokio Bild: dpa

Nordkoreas Streitkräfte haben am Sonntag abermals eine Rakete von kurzer Reichweite abgefeuert. Die Rakete sei ins Japanische Meer gefallen, berichtet die Nachrichtenagentur Yonhap. 

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          Nordkorea hat nach Angaben der südkoreanischen Regierung am Sonntag abermals eine Kurzstreckenrakete getestet. Die Rakete sei am Sonntagnachmittag (Ortszeit) im Japanischen Meer gelandet, sagte ein Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums der Nachrichtenagentur AFP. Nähere Angaben machte er nicht. Am Samstag hatte Nordkorea drei Kurzstreckenraketen abgefeuert; diese seien offenbar als Teil einer Militärübung abgefeuert worden, hatte ein Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums gesagt.

          UN-Generalsekretär Ban Ki-moon forderte Nordkorea am Sonntag zum Verzicht auf Raketentests auf. „Ich hoffe, dass Nordkorea von weiteren derartigen Aktionen absieht“, sagte er der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Ban forderte die Führung in Pjöngjang auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die Vereinten Nationen seien bereit, den Dialog zu unterstützen. Er hoffe, dass Russland „seine Kontakte dazu nutzen“ werde, „die Spannungen zu senken und den Dialog mit Nordkorea zu stärken“. Ban hielt sich in Moskau auf, nachdem er am Freitag in Sotschi Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin geführt hatte.

          Am Samstag bereits drei Kurzstreckenraketen abgefeuert

          Nordkorea hatte am Samstag bereits drei Kurzstreckenraketen von seiner Ostküste abgefeuert. Nach Angaben des südkoreanischen Verteidigungsministeriums blieb zunächst unklar, ob es sich dabei um einen Test oder eine Übung handelte. „Im Falle einer Provokation wird das Ministerium die Situation beobachten und in Alarmbereitschaft bleiben“, sagte ein Vertreter des Ministeriums.

          Bei den Geschossen habe es sich vermutlich um Lenkflugkörper gehandelt, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Seoul. Welche Absicht hinter den Abschüssen stecke, von denen zwei am Morgen und einer am Nachmittag (Ortszeit) erfolgten, sei unklar. Es könnten Antischiffsraketen oder auch Boden-Boden-Raketen mit einer Reichweite von etwa 120 Kilometern gewesen sein. Die Nachrichtenagentur Kyodo zitierte japanische Regierungskreise mit den Worten, keine der Raketen sei in japanischen Gewässern gelandet.

          Die jüngsten Abschüsse erfolgten nach einer gemeinsamen Marine-Übung der Vereinigten Staaten und Südkoreas, die Nordkorea als Provokation verurteilte. Die Lage auf der koreanischen Halbinsel ist derzeit äußerst angespannt. Das isolierte kommunistische Nordkorea hatte Südkorea und Amerika unter anderem mit Atomangriffen gedroht. Zuletzt schien sich die Lage auf der koreanischen Halbinsel wieder leicht zu entspannen. Nach amerikanischen Angaben zog Nordkorea in Position gebrachte  Mittelstreckenraketen wieder ab.

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