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Kampf gegen IS : Bagdad fordert sofortigen Abzug türkischer Soldaten

  • Aktualisiert am

Die zerstörte irakische Stadt Mossul Bild: dpa

Die Türkei hat 150 Soldaten in den Nordirak gesendet – ohne irakische Zustimmung. Bagdad spricht von einer „ernsten Verletzung“ seiner Souveränität.

          Der Irak hat die Türkei zum sofortigen Abzug ihrer Soldaten aus dem Norden des Landes aufgerufen. Die Entsendung der Einsatzkräfte sei ohne Zustimmung der Regierung erfolgt, hieß es am Samstag in einer Erklärung des irakischen Ministerpräsidenten Haider al-Abadi.

          Es handele sich um eine „ernste Verletzung der irakischen Souveränität“. Die Stationierung der Soldaten sowie mehrerer Panzer und Artilleriegeschütze sei „weder auf Bitten noch mit Genehmigung“ Bagdads erfolgt.

          Ankara hatte nach Angaben der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu am Freitag etwa 150 Soldaten sowie bis zu 25 Panzer in die Nähe der von der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) besetzten Stadt Mossul im Nordirak verlegt. Es handelte sich demnach um eine Truppenrotation im Rahmen der Ausbildungsmission der türkischen Armee für kurdische Peschmerga-Kämpfer.

          Türkische Soldaten sind seit zweieinhalb Jahren in der autonomen Kurdenregion im Nordirak stationiert, um die Peschmerga für den Kampf gegen die IS-Miliz auszubilden.

          Die Türkei, die lange unter dem Verdacht stand, radikale Rebellengruppen im Kampf gegen den syrischen Machthaber Baschar al-Assad zu unterstützen, hatte sich unter dem Druck ihrer Verbündeten im Juli der internationalen Anti-IS-Koalition angeschlossen.

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