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Geiselnehmer von Sydney : Wer war Man Haron Monis?

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Im Jahr 2009 zeigt Man Haron Monis die Briefe, die er Angehörigen in Afghanistan gefallener Soldaten geschrieben hat. Bild: dpa

Der Geiselnehmer von Sydney war bei den Sicherheitsbehörden kein Unbekannter. Er verbreitete islamistisches Gedankengut, war wegen sexueller Übergriffe angeklagt. Auch sein Heimatland Iran will die australischen Behörden vor dem 50-Jährigen gewarnt haben.

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          Die australische Polizei hat Man Haron Monis, einen 50-jährigen gebürtigen Iraner, als den Geiselnehmer von Sydney identifiziert. Monis ist bei der Befreiung der Geiseln getötet worden, zwei weitere Menschen starben. Vier sind verletzt worden. Es bleibt die Frage: Wer war Man Haron Monis? Und was trieb ihn zu seiner grausamen Tat?

          Bekannt ist, dass Monis vor 18 Jahren aus seiner Heimat Iran nach Australien geflohen ist und dort Asyl fand. Diese Information bestätigte das Außenministerium in Teheran inzwischen. Die Hintergründe seiner Flucht sind unklar. Er selbst bezeichnete sich als muslimischer Kleriker und Heiler. Dabei verbreitete Monis eine islamistische Ideologie und geriet mehrfach ins Visier der Sicherheitsbehörden.

          Im vergangenen November stand er im Verdacht, seine Ex-Frau erstochen und angezündet zu haben. Aus Mangel an Beweisen konnte er allerdings nicht verurteilt werden. Im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit als vermeintlicher spiritueller Heiler soll er wegen sexueller Übergriffe in mehr als 40 Fällen angeklagt gewesen sein, wie verschiedene Medien übereinstimmend berichten. Nach Angaben seines Anwalts Manny Conditsis, der ihn im Mord-Prozess verteidigt hatte, war er gegen Kaution auf freiem Fuß.

          Iran will Australien gewarnt haben

          Monis, der angeblich auch die Namen Mohammad Hassan Manteghi und Manteghi Boroujerdi benutzt haben soll, bezeichnete die Vorwürfe nach Angaben des „Guardian“ stets als Hexenjagd gegen sich.

          Der Iraner schrieb zwischen 2007 und 2009 mehrfach Hassbriefe an Angehörige in Afghanistan gefallener australischer Soldaten. Vor zwei Jahren wurde er dafür verurteilt, versuchte aber das Urteil bis zu Australiens höchstem Gericht anzufechten. Mehrfach verurteilte Monis den australischen Einsatz am Hindukusch scharf. Als im vergangenen Jahr Tony Abott zum Premierminister Australiens gewählt worden war, lud Monis ihn zu einer Diskussion über den Militäreinsatz ein. Er wolle beweisen, dass Australien in Folge des Afghanistan-Einsatzes angegriffen werde.

          Die Regierung in seinem Heimatland Iran hat die Geiselnahme in Sydney scharf verurteilt und Monis als „geistesgestört“ bezeichnet. Iran habe die australischen Behörden mehrmals über den gestörten mentalen Zustand des iranischen Predigers informiert, sagte Außenamtssprecherin Marsieh Afcham.

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