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Gebietsstreitigkeiten in Asien : China wirft Japan und Amerika Provokation vor

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Der stellvertretende Stabschef der Volksarmee: Generalleutnant Wang Guanzhong Bild: AFP

Im Territorialstreit mit Japan hat das chinesische Militär seine Kritiker in Tokio und Washington der gezielten „Provokation“ bezichtigt. Sie hätten ihre „inakzeptablen“ Anschuldigungen gegen sein Land abgesprochen, sagte der stellvertretende Stabschef der Volksarmee.

          China hat Amerika und Japan wegen ihrer Kritik an Chinas Machtansprüchen im Südchinesischen Meer Provokation und Drohgebärden vorgeworfen. Sichtlich erregt wich der Vize-Stabschef der Volksarmee, Generalleutnant Wang Guanzhong, bei der Sicherheitskonferenz Shangri-La-Dialog in Singapur am Sonntag von seinem Redemanuskript ab, um die Länder scharf zu kritisieren.

          Amerikas Verteidigungsminister Chuck Hagel hatte China vorgeworfen, die Region mit seinen umstrittenen Vorstößen in vietnamesischen und philippinischen Küstengewässern zu destabilisieren. Niemand dürfe solche Ansprüche mit Einschüchterung und Nötigung durchsetzen. „Das war eine Provokation, und das ist inakzeptabel“, sagte Wang nach den Worten der Simultanübersetzerin. Er kritisierte gleichzeitig den japanischen Regierungschef Shinzo Abe, der sich ähnlich geäußert hatte, ohne China beim Namen zu nennen.

          „Wenn man sich die beiden Reden von Abe und Hagel anschaut, muss man sich fragen: wer provoziert und wer mach Ärger?“, sagte Wang nach der Übersetzung. „China hat niemals Dispute provoziert, sondern reagiert höchstens auf Provokationen.“ Wang ging auf Fragen aus dem Publikum nicht ein, inwiefern Vietnam die Installation einer chinesischen Ölplattform vor seiner Küste in umstrittenen Gewässern provoziert habe. „Ist dies wohl die härteste Rede, die ein chinesischer Delegierter je beim Shangri-La-Dialog gehalten hat?“ twitterte Emile Hokayem, Analyst des Internationalen Instituts für Strategische Studien (IISS), das den Shangri-La-Dialog organisiert.

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