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China : Polizei setzt Pfefferspray gegen Demokratie-Aktivisten ein

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Am Samstag kam es in Hongkong zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demokratie-Aktivisten Bild: AP

Die Studentenproteste in Hongkong eskalieren: Die Polizei ist mit Pfefferspray gegen Demokratie-Aktivisten vorgegangen, die ein Regierungsgebäude besetzt hatten. Die Demonstranten protestieren gegen Pekings Weigerung, freie Wahlen zuzulassen.

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          Die Proteste in Hongkong gegen die Ablehnung einer Wahlrechtsreform durch die Volksrepublik China sind am Samstag eskaliert. Mehr als 100 Demonstranten drangen in ein Regierungsgebäude ein. Die Polizei setzte Pfefferspray ein. Nach Polizeiangaben wurden sechs Demonstranten im Alter zwischen 16 und 29 Jahren festgenommen. Auf Fernsehbildern war die Festnahme des Studentenführers Joshua Wong zu sehen.

          Nach dem Willen Pekings soll Hongkongs Verwaltungschef zwar im Jahr 2017 erstmals direkt durch die Bewohner der Sonderverwaltungszone gewählt werden. Die zwei bis drei Kandidaten für das Amt sollen allerdings von einem pekingtreuen Ausschuss ausgewählt werden. Die Studenten hatten am Montag eine Boykottwoche gestartet, um ihrer Forderung nach freien Wahlen Nachdruck zu verleihen. Laut den Organisatoren versammelten sich zum Auftakt etwa 13.000 Studierende verschiedener Universitäten auf dem Campus der Chinesischen Universität. Am Protest von Freitag auf Samstag nahmen etwa tausend Menschen teil.

          Die ehemalige britische Kronkolonie Hongkong genießt seit der Rückgabe an China durch Großbritannien 1997 einen besonderen Autonomiestatus. Dieser gewährt Bürgerrechte wie Presse- und Versammlungsfreiheit, die auf dem chinesischen Festland erheblich eingeschränkt sind.

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