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Territorialstreitigkeiten : Peking heizt Konfrontation im Südchinesischen Meer an

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Wie schon 2012 demonstriert die chinesische Marine auch derzeit wieder Stärke im südchinesischen Meer. Bild: AP

Die chinesische Marine müsse stark genug sein, die amerikanische aus dem Seegebiet herauszuhalten, fordern Staatsmedien am Beginn von Manövern. Anscheinend besteht Sorge über ein Gerichtsurteil.

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          Zu Beginn eines Militärmanövers in umstrittenen Gewässern im Südchinesischen Meer haben Chinas Staatsmedien die Territorialstreitigkeiten weiter angeheizt. Die Zeitung „Global Times“ forderte Peking am Dienstag auf, die Verteidigungsmöglichkeiten der Streitkräfte zu stärken und sie auf eine „militärische Konfrontation“ vorzubereiten. China müsse in der Lage sein, die Vereinigten Staaten „einen zu teuren Preis“ zahlen zu lassen, sollten sie „gewaltsam“ in den Territorialstreit eingreifen, hieß es in dem Leitartikel.

          Die chinesische Marine hatte am Dienstag mit einem einwöchigen Manöver in umstrittenen Gebieten des Südchinesischen Meers begonnen. In dem Seegebiet liegen auch die Paracel-Inseln. Die Inseln, die zwischen Vietnam und den Philippinen liegen, sind kaum besiedelte Korallen-Atolle mit Landemöglichkeiten für Militärjets. Während des Manövers dürfen Schiffe aus anderen Ländern die Gewässer um die Inseln nicht befahren.

          Beim Ständigen Schiedshof in Den Haag ist eine Klage der Philippinen gegen die weiträumigen Gebietsansprüche Chinas in der Region anhängig. Am Dienstag kommender Woche will das Gericht seine Entscheidung verkünden. China erkennt die Zuständigkeit des Gerichtshofs nicht an.

          Bild: F.A.Z.

          Es gab auch wiederholt Spannungen mit den Vereinigten Staaten, die die Ansprüche Chinas zusammen mit Verbündeten in der Region zurückweisen. Die Staatszeitung „China Daily“ warf den Philippinen und den Vereinigten Staaten am Dienstag vor, China mit dem Gerichtsverfahren zu einem „Ausgestoßenen aus einer auf Regeln beruhenden internationalen Gemeinschaft“ machen zu wollen. Es sei aber „naiv zu erwarten, dass China die bittere Pille der Demütigung schluckt“.

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