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Bombenattentat in Wolgograd : „Schwarze Witwe“ soll Anschlag verübt haben

  • Aktualisiert am

Veröffentlicht vom Heimatschutzministerium: Aufnahme des zerstörten Busses in Wolgograd Bild: AFP

Bei einer schweren Explosion in einem Bus in Wolgograd handelt es sich vermutlich um einen Terroranschlag. Nach Angaben von Ermittlern könnte eine „schwarze Witwe“ das Attentat verübt haben.

          Bei einer schweren Explosion eines Busses in der russischen Stadt Wolgograd sind nach bisherigen Angaben fünf Personen ums Leben gekommen. Mehr als 20 Passagiere seien verletzt worden, darunter sieben lebensgefährlich, teilte das russische Katastrophenschutzministerium am Montag mit. Erste Ermittlungen hätten ergeben, dass es sich um einen Anschlag einer „schwarzen Witwe“, also einer Hinterbliebenen eines unter Terrorverdacht getöteten Kämpfers im Nordkaukasus gehandelt haben könnte. 

          Am Ort der Detonation seien Teile eines Sprengsatzes gefunden worden, meldete die Staatsagentur Ria Nowosti unter Berufung auf Ermittler. Fachleute des Inlandsgeheimdienstes FSB riegelten die Stelle ab. Die näheren Hintergründe der Detonation in der Wolgametropole, dem früheren Stalingrad, blieben zunächst unklar. Offiziell wurde ein Verfahren wegen Mordes eingeleitet.

          Islamisten aus dem Nordkaukasus, die die Unabhängigkeit von Moskau anstreben, hatten jüngst Gewalt angedroht, um die Olympischen Winterspiele in der Stadt Sotschi im kommenden Jahr zu verhindern. Wolgograd galt bisher allerdings nicht als mögliches Anschlagsziel. In der Vergangenheit war es bisweilen auch zu solchen schweren Zwischenfällen gekommen, weil Passagiere Handgranaten oder ähnliche Sprengsätze bei sich hatten, die beim Transport explodierten. Das Zivilschutzministerium veröffentlichte ein Bild des Busses mit herausgesprengten Türen und Fenstern.

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