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Bomben auf Krankenhaus : Obama spricht von einem „tragischen Zwischenfall“

  • Aktualisiert am

Bild: AFP

Präsident Obama bekundet den Opfern des mutmaßlichen Luftangriffs der Amerikaner auf ein Krankenhaus in Kundus sein Beileid. Die Vereinten Nationen nennen den Vorfall „möglicherweise kriminell“.

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          Nach dem mutmaßlich amerikanischen Luftangriff auf ein Krankenhaus in Kundus hat sich Präsident Barack Obama an die Opfer gewandt. „Im Namen des amerikanischen Volkes“ spreche er dem medizinischen Personal und anderen Opfern des „tragischen Zwischenfalls“ in einer Klinik der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen in Afghanistan sein Beileid aus, hieß es in einer am Samstagabend veröffentlichten Erklärung des Weißen Hauses.

          Das Verteidigungsministerium in Washington habe eine Untersuchung des Vorfalls aufgenommen, betonte Obama. Erst wenn deren Ergebnisse vorlägen, könnten die Umstände der „Tragödie“ beurteilt werden.

          Offenbar hatte die amerikanische Luftwaffe am Samstagmorgen ein Krankenhaus von Ärzte ohne Grenzen in Kundus bombardiert. Dabei starben 19 Menschen. Die Vereinten Nationen zeigten sich entsetzt und sprach von einem „unverzeihlichen und möglicherweise sogar kriminellen“ Zwischenfall. Generalsekretär Ban Ki-moon forderte eine „gründliche und unabhängige Untersuchung“ um festzustellen, wer verantwortlich sei.

          Nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen kannte die amerikanische Armee den Standort der Klinik, zudem sei der Angriff fortgesetzt worden, obwohl Mitarbeiter des Krankenhauses das afghanische und das amerikanische Militär anriefen und das sofortige Ende des Bombardements forderten.

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