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Atomgespräche mit Iran : Washington demonstriert Zuversicht

  • Aktualisiert am

Teil des Konflikts: das iranische Atomkraftwerk Buschehr Bild: dpa

Vor einer Woche war bei den Atomgesprächen keine Einigung zustande gekommen. Nun setzt Washington seine Hoffnung auf die Fortsetzung in Genf am kommenden Mittwoch. Ein Durchbruch, heißt es, sei „gut möglich“.

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          Wenige Tage vor neuen Verhandlungen über das Atomprogramm des Iran sind aus der amerikanischen Regierung zuversichtliche Stimmen  zu vernehmen. Bei den am Mittwoch beginnenden Gesprächen in Genf sei ein Durchbruch „gut möglich“, sagte ein ranghoher amerikanischer Regierungsvertreter am Freitag, den die Nachrichtenagentur Reuters zitierte. „Zum ersten Mal in nahezu zehn Jahren nähern wir uns einem ersten Schritt“, sagt er. Damit würde das iranische Atomprogramm im Ganzen gestoppt und in wichtigen Bereichen sogar zurückgefahren.  „Aber es sind weiterhin schwierige Fragen zu verhandeln“, so der Vertreter weiter.

          Ziel der Gespräche der fünf UN-Vetomächte und Deutschlands mit dem Iran ist zunächst eine vorläufige Einigung. Danach soll eine umfassende dauerhafte Vereinbarung ausgehandelt werden. Damit soll die Islamische Republik garantieren, dass sie die Atomenergie nicht militärisch nutzt. Der Westen wirft dem Land vor, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung nach Kernwaffen zu streben. Iran bestreitet dies.

          Nach Angaben des amerikanischen Regierungsvertreters treffen sich am Mittwoch zunächst die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton und der iranische Außenminister Dschawad Sarif. Noch am selben Tag sollten Vertreter Großbritanniens, Chinas, Frankreichs Deutschlands, Russlands und der Vereinigten Staaten hinzukommen. Die Gespräche würden voraussichtlich bis Freitag dauern, sagte er. Am vergangenen Wochenende hatten die Verhandlungspartner bereits eine deutliche Annäherung erzielt. Zu der zeitweise erwarteten Einigung kam es aber nicht.

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