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Atomabkommen mit Iran : Teheran will nicht neu mit Trump verhandeln

  • Aktualisiert am

Der Schwerwasserreaktor in Arak ist integraler Bestandteil des iranischen Atomprogramms. Bild: AP

Im Wahlkampf hat Donald Trump immer wieder angekündigt, das Atomabkommen mit Iran zu zerreißen. Die Iraner machen jedoch klar, dass sie nicht bereit sind, Kompromisse einzugehen.

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          Der Iran hat erneute Atomverhandlungen mit den fünf UN-Vetomächten sowie Deutschland nach dem Amtsantritt von Donald Trump als amerikanischer Präsident ausgeschlossen. „Das bereits ratifizierte Abkommen ist nicht abermals verhandelbar“, sagte Vizeaußenminister Madschid Tacht Rawanchi in einem Interview der Tageszeitung „Etemad“ (Dienstag).

          Das Atomabkommen soll dem Iran die friedliche Nutzung der Kernkraft ermöglichen, aber den Weg zu Atomwaffen versperren. Dabei sollen die in dem Streit verhängten Wirtschaftssanktionen gegen Teheran fallen. Ein international anerkanntes Abkommen heiße, dass alle Beteiligten sich auch an alle Punkte hielten. Sonst sei es kein Abkommen mehr, sagte der Vizeminister, der einer der drei iranischen Hauptunterhändler bei den Atomverhandlungen gewesen war.

          Das Wiener Atomabkommen von 2015 steht nach Trumps Wahlsieg auf der Kippe. Beobachter glauben, dass Trump und die Republikaner in den Vereinigten Staaten den Vertrag zumindest revidieren wollen. Die neue amerikanische Regierung könnte den wirtschaftlichen Teil des Abkommens und besonders die Finanzierung neuer Handelsprojekte durch europäische Großbanken blockieren. Auch das iranische Raketenprogramm wollen die Vereinigten Staaten verhindern oder zumindest limitieren.

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