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Bangladesch : Atheistischer Blogger ermordet

  • Aktualisiert am

Eine Rose liegt in Dhaka an der Stelle, wo der atheistische Blogger Avijit Roy ermordet wurde. Bild: AFP

In Dhaka, der Hauptstadt des muslimisch geprägten Bangladesch ist ein bekannter atheistischer Blogger umgebracht worden. Er erlitt bei einem Angriff mit Macheten tödliche Kopfverletzungen. Auch seine Ehefrau wurde bei der Attacke verletzt.

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          Ein prominenter atheistischer Blogger ist in Bangladesch von Unbekannten ermordet worden. Avijit Roy sei bei der Rückkehr von einer Buchmesse in der Hauptstadt Dhaka mit Macheten angegriffen worden und habe tödliche Kopfverletzungen erlitten, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Seine Ehefrau Rafida Ahmed sei bei dem Angriff schwer verletzt worden und habe einen Finger verloren. Roy, der die amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, war der Gründer des Blogs Mukto-Mona, das sich in dem mehrheitlich muslimischen Land kritisch mit dem Islam auseinandersetzte.

          Der Vater des Bloggers, Ajoy Roy, sagte der Nachrichtenagentur AFP, sein Sohn habe eine Reihe von „Drohbotschaften“ erhalten. Er sei ein „säkularer Humanist“ gewesen und habe rund zehn Bücher geschrieben, darunter „Biswasher Virus“ (Das Virus des Glaubens). Imran H. Sarker von einer Blogger-Vereinigung nannte den Angriff „empörend“ und äußerte sich besorgt über die Sicherheit von Bloggern. Pinaki Bhattacharya, ein Blogger und Freund des Mordopfers, schrieb im Internet, in Bangladesch seien Atheisten „das einfachste Ziel“. Sie könnten straflos angegriffen und ermordet werden.

          Im Jahr 2013 war in Bangladesch bereits der atheistische Blogger Ahmed Rajib Haider von einer kleinen Islamistengruppe ermordet worden. Sein Tod hatte damals zehntausende Menschen zu Protesten auf die Straße getrieben. Zugleich forderten aber radikale Islamisten, atheistische Blogger wegen Gotteslästerung hinzurichten. Die säkulare Regierung von Sheikh Hasina ließ daraufhin vier Blogger festnehmen und ein dutzend Websites und Blogs blockieren, um dem Zorn der Islamisten zu begegnen. Zugleich verstärkte sie die Sicherheitsvorkehrungen für die Blogger.

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