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Angriff auf Klinik in Kundus : Afghanische Armee soll Luftschlag gefordert haben

  • Aktualisiert am

Das Krankenhaus in Kundus nach dem Bombenangriff. Bild: AP

Ein amerikanischer General hat die Angaben zum Luftangriff auf ein Krankenhaus in Kundus berichtigt. Nicht eigene Truppen seien angegriffen worden, sondern die afghanische Armee. Diese habe um Unterstützung gebeten.

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          Der tödliche Luftangriff auf eine Klinik der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) im afghanischen Kundus ist nach amerikanischen Angaben auf Anforderung der afghanischen Streitkräfte erfolgt, die unter Beschuss von Taliban-Kämpfern standen. „Wir haben jetzt erfahren, dass die afghanischen Streitkräfte am 3. Oktober Feuer von Feindespositionen gemeldet haben und um Unterstützung der US-Luftwaffe baten“, sagte der amerikanische General John Campbell am Montag vor Journalisten in Washington. Daraufhin sei ein Luftangriff geflogen worden, um die Bedrohung durch die Taliban „auszuschalten“.

          Dabei seien „mehrere Zivilisten aus Versehen getroffen“ worden, sagte der amerikanische Kommandeur für Afghanistan weiter. Die amerikanischen Streitkräfte hatten bislang erklärt, dass ihre eigenen Truppen unter Beschuss gestanden und um Luftunterstützung gebeten hätten.

          Bei dem Luftangriff am Samstag auf eine Klinik der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) waren mindestens 22 Menschen getötet worden, darunter zwölf MSF-Mitarbeiter und zehn Patienten. MSF erklärte, es handele sich bei dem Angriff auf ein „Kriegsverbrechen“ und forderte eine transparente Untersuchung.

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