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Afghanistan : Vierzehn Ausländer bei Anschlag in Kabul getötet

  • Aktualisiert am

Einsatzkräfte am Anschlagsort in Kabul Bild: Reuters

Die Taliban haben mit einem Anschlag auf einen Minibus vierzehn ausländische Sicherheitskräfte getötet. Bei den Opfern soll es sich um nepalesische Gurkas handeln. Der Tatort liegt in einem Viertel mit vielen Botschaften.

          Bei einem Taliban-Selbstmordanschlag auf einen Minibus in Afghanistans Hauptstadt Kabul sind vierzehn internationale Angehörige einer Sicherheitsfirma getötet worden. Acht seien verletzt worden, sagte am Montagmorgen der Sprecher des Innenministeriums, Sedik Seddiki.

          Der frühere Polizeichef der Stadt, General Ajub Salangi, gab an, in dem Bus hätten nepalesische Sicherheitskräfte gesessen, sogenannte Gurkas. An der großen Dschalalabad-Straße, wo sich der Anschlag ereignete, liegen zahlreiche Büros und Wohnareale der Vereinten Nationen. Sie werden oft von Gurkas geschützt.

          Die radikalislamischen Taliban bekannten sich zu der Tat per Kurznachrichtendienst Twitter. Die Extremisten haben in den vergangenen Monaten zunehmend Busse der Regierung, der Sicherheitskräfte und anderer Organisationen angegriffen. Erst vor drei Wochen wurden nahe Kabul zehn Menschen bei einem Anschlag auf einen Bus mit Mitarbeitern eines Gerichtshofs getötet.

          Außerdem halten die Aufständischen zunehmend Fernbusse an und durchsuchen sie nach Regierungsangestellten, Soldaten und Polizisten. Ende Mai erschossen sie in der Provinz Kundus zwölf Passagiere und nahmen viele Geiseln. Acht sind weiterhin in ihrer Gewalt.

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