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Afghanistan : Tote bei Taliban-Angriff in Kabul

  • Aktualisiert am

Der Eingangsbereich des Logistikunternehmens nach dem Bombenanschlag Bild: AFP

Eine Woche nach dem Angriff auf den afghanischen Präsidentenpalast haben die Taliban bei einem Anschlag auf ein Versorgungsunternehmen der Isaf-Truppe in Kabul mindestens acht Menschen getötet.

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          Bei einem Angriff von Kämpfern der radikalislamistischen Taliban auf ein Logistikunternehmen der Isaf-Truppen in Kabul sind am Dienstag mindestens acht Menschen getötet worden. Laut Angaben der afghanischen Polizei steuerte ein Selbstmordattentäter einen mit Sprengstoff beladenen Lastwagen in den Komplex. Die Bombe riss einen tiefen Krater in den Boden, die Schutzmauern und Wachgebäude des Komplexes waren anschließend nur noch Trümmerhaufen.

          Nach der Explosion lieferten sich weitere Kämpfer mit Wachleuten der Firma über ein über eine halbe Stunde dauerndes Feuergefecht, teilte Kabuls
          Polizeichef Mohammed Ajub Salangi mit. Dabei seien alle Angreifer getötet worden, sagte Sing. Sicherheitskräfte hätten später gezielt mehrere
          Sprengstoffwesten zur Explosion gebracht.

          Bei den Opfern des Angriffs handelte es sich Salangi zufolge um
          vier nepalesische Wachleute, einen afghanischen Wachmann und zwei
          afghanische Zivilisten. Mehrere weitere Menschen seien verletzt
          worden. Der Chef der diplomatischen Mission Rumäniens, Adrian
          Kozjacski, gab zudem den Tod eines rumänischen Mitarbeiters bekannt.



          Die Zulieferfirma Supreme Group beliefert die Stützpunkte der Isaf mit Lebensmitteln, Wasser, Treibstoff und anderen Waren. Sie verwaltet zudem militärische Lagerbestände und -gebäude sowie Unterkünfte. Der Sitz des Unternehmens in Kabul befindet sich in der Nahe von Gebäuden der Vereinten Nationen und Stützpunkten der Isaf.

          Die Zahl der Angriffe aufständischer Gruppen in Afghanistan hat in jüngster Zeit wieder zugenommen. Dabei wurde in den vergangenen Monaten auch die afghanischer Hauptstadt mehrfach Ziel von Selbstmordanschlägen mit anschließenden Gefechten zwischen Aufständischen und staatlichen Sicherheitskräften. Erst vor einer Woche hatte ein Kommando der radikalislamistischen Taliban versucht, den Präsidentenpalast und das Verteidigungsministerium anzugreifen. Dabei waren alle vier Angreifer getötet worden.

          Die internationale Schutztruppe Isaf zieht ihre Kampftruppen bis Ende des Jahres von Hindukusch ab. Mitte Juni haben die afghanische Sicherheitskräfte landesweit die Sicherheitsverantwortung übernommen.

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