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Afghanistan : Vier Amerikaner bei Anschlag getötet

  • Aktualisiert am

Der Luftwaffenstützpunkt Bagram in Afghanistan (Archivbild) Bild: dpa

Bei dem Taliban-Anschlag auf den Luftwaffenstützpunkt Bagram in Afghanistan sind vier Amerikaner ums Leben gekommen. Zudem wurden siebzehn Soldaten verletzt.

          Zwei Tage nach dem Anschlag auf das deutsche Generalkonsulat in Masar-i-Scharif ist es am Samstag auf dem amerikanischen Luftwaffenstützpunkt Bagram in Zentralafghanistan zu einer schweren Explosion gekommen. Dabei wurden zwei amerikanische Soldaten und zwei amerikanische Vertragsarbeiter getötet. Insgesamt 17 Menschen seien verletzt worden, 16 davon amerikanische Soldaten und ein polnischer Soldat, teilte Pentagonchef Ashton Carter am Samstag mit. Zu dem Anschlag haben sich die radikal-islamischen Taliban bekannt.  

           Carter betonte, dass der Schutz der Streitkräfte stets eine Priorität sei. Die Tragödie werde mit Blick auf mögliche Verbesserungen untersucht. „Meine Botschaft an jene, die diese Attacke verübt haben, ist einfach“, fuhr der Verteidigungsminister fort. „Wir werden uns nicht von unserer Mission abschrecken lassen, unser Heimatland zu schützen und Afghanistan bei der Sicherung seiner eigenen Zukunft zu helfen.“ Die Explosion ereignete sich am Morgen gegen 5.30 Uhr Ortszeit.

          Bagram ist der größte Stützpunkt der amerikanischen Truppen in Afghanistan. Dort befindet sich auch das Hauptquartier der amerikanischen Streitkräfte in Afghanistan. Gegenwärtig sind noch knapp 10.000 Soldaten im Land.

          Erst am Donnerstagabend hatten Taliban das deutsche Generalkonsulat in Mazar-i-Sharif im Norden Afghanistans angegriffen. Dabei starben mindestens vier Menschen, weitere 128 wurden verletzt. Deutsche blieben dabei unversehrt. Als Grund für ihren Angriff führten die Taliban später an, dass Deutschland einen Luftangriff der Amerikaner in der Provinz Kundus unterstützt habe, bei dem Anfang November auch rund 30 Zivilisten getötet wurden.

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