https://www.faz.net/-gq5-83ap4

Pakistan : Bewaffnete erschießen mehr als 40 Menschen in Bus

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

In Pakistan haben unbekannte Attentäter ein Massaker in einem mit Schiiten besetzten Bus angerichtet. Sympathisanten des „Islamischen Staats“ bekannten sich zum Anschlag.

          Bei einem Überfall auf einen Bus in der pakistanischen Hafenstadt Karachi sind 43 Mitglieder der schiitischen Ismailiten-Gemeinde ermordet worden. Dutzende seien bei dem Anschlag am Mittwoch verletzt worden, sagte der Polizeichef der Provinz Sindh, Ghulam Hyder Jamali. Unter den Opfern seien 16 Frauen. Nach Polizeiangaben schossen die sechs Attentäter auf Motorrädern mit automatischen Gewehren auf den Bus. Die etwa 60 Insassen seien auf dem Weg zu einer Moschee gewesen.

          Zu dem Anschlag bekannte sich die mit der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) verbundene Organisation Jundullah. „Wir werden weiter Ungläubige angreifen“, sagte ein Sprecher der militanten sunnitischen Gruppe zu lokalen Medien. Die Jundullah war eine Splittergruppe der pakistanischen Taliban. Im vergangenen Jahr schwor sie dem IS die Treue, der in Syrien und im Irak weite Landstriche beherrscht.

          Der pakistanische Premierminister Nawaz Sharif verurteilte den Anschlag. „Das ist ein grausamer Akt von Terrorismus“, sagte er am Mittwoch in Islamabad. Der ismailitischen Gemeinde versicherte er, die „Terroristen“ würden verfolgt. Das Gouverneursamt der Provinz Sindh rief für Donnerstag einen Tag der Trauer aus. Auch der Premierminister des Nachbarlandes und Erzfeindes Indien, Narendra Modi, drückte sein Bedauern aus. „Unsere Gedanken sind bei den Familien der Verstorbenen“, teilte er am Mittwoch auf Twitter mit.

          In Karachi mit seinen 20 Millionen überwiegend sunnitischen Einwohnern kommt es immer wieder zu religiös oder politisch motivierter Gewalt. In den vergangenen Monaten wurden auf mehrere Gotteshäuser von religiösen Minderheiten Attentate verübt.

          Weitere Themen

          Merkel ermutigt junge Forscher Video-Seite öffnen

          Preisverleihung in Berlin : Merkel ermutigt junge Forscher

          Bei der Vergabe des Preises für die originellste Arbeit beim Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ wies Bundeskanzlerin Angela Merkel auf den Fachkräftemangel im IT-Bereich hin. Gewinner waren dieses Jahr der 17-jährige Anton Fehnker und der ein Jahr ältere Simon Raschke.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.