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Nach armenischen Angaben : Aserbaidschans Streitkräfte sollen Stepanakert angegriffen haben

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Eine Straße in Stepanakert, der sogenannten „Hauptstadt“ der „Republik Nagornyi Karabach“ am 2. Oktober. Bild: AFP

Bei den Angriffen auf die „Hauptstadt“ von Nagornyj Karabach seien mehrere Menschen verletzt worden, äußerte ein Vertreter des Verteidigungsministeriums in Eriwan. Zuvor hatte sich Armenien zu Waffenstillstandsverhandlungen mit Aserbaidschan bereit erklärt.

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          Die „Hauptstadt“ von Nagornyj Karabach ist nach armenischen Angaben am Freitag von Streitkräften Aserbaidschans angegriffen worden. Bei den Angriffen auf Stepanakert seien mehrere Menschen verletzt worden, äußerte ein Vertreter des Verteidigungsministeriums in Eriwan auf seiner Facebook-Seite. „Es gibt viele Verletzte in der Zivilbevölkerung, und die zivile Infrastruktur wurde beschädigt“, schrieb Arzrun Owanissjan weiter. Welche Waffen bei den Angriffen zum Einsatz kamen, teilte er nicht mit.

          Zuvor hatte sich Armenien zu Waffenstillstandsverhandlungen mit Aserbaidschan bereit erklärt. Armenien stehe „bereit“ für Gespräche innerhalb der sogenannten Minsk-Gruppe der Organisation für Zusammenarbeit und Entwicklung in Europa (OSZE), teilte das Außenministerium in Eriwan am Freitag mit. Die Minsk-Gruuppe wird seit 1992 zusammen von Russland, Frankreich und den Vereinigten Staaten geleitet.

          Bei den Gefechten zwischen Armenien und Aserbaidschan wurden seit Sonntag nach offiziellen Angaben fast 200 Menschen getötet, darunter 30 Zivilisten. Wegen des wieder aufgeflammten Konflikts hatten beide Länder das Kriegsrecht verhängt. Die Nachbarstaaten machten sich gegenseitig für die Eskalation verantwortlich. Auch am Freitagmorgen hielten die Gefechte trotz internationaler Aufrufe zu einer Deeskalation an.

          Nagornyj Karabach liegt in Aserbaidschan, wird aber mehrheitlich von Armeniern bewohnt, welche die Region auch unter ihrer Kontrolle haben. Die selbsternannte Republik Nagornyj Karabach wird international nicht anerkannt und gilt völkerrechtlich als Teil Aserbaidschans.

          Bild: F.A.Z.

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