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Armin Laschet : Kanzlerkandidat mit Imageproblem

Laschet bei seiner Rede zum virtuellen politischen Aschermittwoch der CSU im Februar Bild: AFP

CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet kämpft um seine Wirkung in der Öffentlichkeit. Die besondere Herausforderung dabei: sein unterlegener Konkurrent Markus Söder.

          6 Min.

          Manche CDU-Politiker erwecken derzeit den Eindruck, als hätten sie am liebsten zwei Kanzlerkandidaten. Einen bis zum 26. September, dem Tag der Bundestagswahl, und einen für die Zeit danach. Selbst die Anhänger des CDU-Vorsitzenden Armin Laschet, die dessen im Kampf um die Kanzlerkandidatur unterlegenen Konkurrenten Markus Söder hinter vorgehaltener Hand zu große Wendigkeit vorwerfen, sogar seine Kanzlertauglichkeit infrage stellen oder dem CSU-Chef seine Sticheleien gegen Laschet übelnehmen und lieber diesen als Söder im Kanzleramt sähen, kommen an einer Erkenntnis nicht vorbei: Laschet hat anders als Söder ein Wirkungsproblem.

          Reiner Burger
          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.
          Eckart Lohse
          Leiter der Parlamentsredaktion in Berlin.

          Auf dem Weg bis zur Wahl ist das existentiell bedrohlich. Der sachsen-anhaltische Ministerpräsident Reiner Haseloff, der als erster CDU-Mann nach der Kandidatenentscheidung eine Landtagswahl zu bestehen hat und Anfang Juni sein Amt verteidigen will, drückte es kürzlich in der F.A.Z. so aus: Er habe nicht offen für Söder als Kanzlerkandidaten geworben. Er gab aber zu bedenken, dass in der Demokratie eine Stimmenmehrheit erforderlich sei, um ins Amt zu kommen. Auch vier Wochen nach der Entscheidung für Laschet sind die Umfragen für den CDU-Chef noch weit davon entfernt, seine Parteifreunde in der Sicherheit zu wiegen, dass das klappt.

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