https://www.faz.net/-gpf-abmt0

Arktis-Gipfel : Lawrow und Blinken planen separates Treffen

  • Aktualisiert am

Reykjavik Bild: AFP

Russlands Außenminister und sein amerikanischer Amtskollege wollen laut Moskau über „Schlüsselfragen der beidseitigen Beziehungen und der internationalen Agenda“ sprechen.

          1 Min.

          Russlands Außenminister Sergej Lawrow und sein US-amerikanischer Kollege Antony Blinken wollen sich am Rande eines Arktis-Gipfels in der kommenden Woche persönlich treffen. Bei einem Telefongespräch sei für den 20. Mai ein separates Gespräch verabredet worden, bei dem es um „Schlüsselfragen der beidseitigen Beziehungen und der internationalen Agenda“ gehen solle, teilte das russische Außenministerium am Mittwoch mit. Das Außenministerium in Washington bestätigte das geplante Treffen.

          Bereits zuvor war damit gerechnet worden, dass die beiden Chefdiplomaten bei dem Ministertreffen des Arktischen Rates in der isländischen Hauptstadt Reykjavik über ein mögliches Treffen zwischen ihren Präsidenten Wladimir Putin und Joe Biden sprechen könnten. Biden hatte Putin angesichts erheblicher Spannungen zwischen beiden Staaten ein Gipfeltreffen in einem Drittland vorgeschlagen, nach seinen Vorstellungen im Sommer in Europa. Mitte Juni wird er unter anderem wegen eines Nato-Gipfels nach Europa kommen.

          Der Kreml hat bislang offengelassen, ob Putin die Einladung annimmt. Im März hatte Biden in einem Gespräch mit dem Sender ABC News die Frage bejaht, ob er Putin für einen Mörder halte. Die Beziehungen zwischen den beiden Präsidenten werden unter anderem vom Ukraine-Konflikt, dem Pipeline-Projekt Nordstream 2 sowie Russlands Umgang mit dem inhaftierten Kreml-Kritiker Alexej Nawalnyj belastet

          Mit dem Ministertreffen in Reykjavik endet der zweijährige Vorsitz von Island über das wichtigste Forum zur Zusammenarbeit in der Arktis, der nun für die kommenden beiden Jahre an Russland übergeht. Bei dem Treffen, das alle zwei Jahre zusammenkommt, soll ein Überblick gewährt werden, was der Rat unter isländischer Ägide erreicht hat. Dem Arktischen Rat gehören neben Russland und den USA auch Dänemark, Finnland, Island, Kanada, Norwegen und Schweden an.

          Weitere Themen

          Delta breitet sich schnell in Deutschland aus

          F.A.Z. Frühdenker : Delta breitet sich schnell in Deutschland aus

          Die EU-Staats- und Regierungschefs beraten über die schwierige Beziehung zu Russland. Wirtschaftsminister Altmaier reist nach Washington. Und Deutschland zittert sich gegen Ungarn ins EM-Achtelfinale gegen England. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.

          Topmeldungen

          Fragen und Antworten : Was macht Delta so gefährlich?

          Wie ansteckend ist die in Indien festgestellte Variante des Coronavirus, was müssen Geimpfte beachten und welche Informationen haben wir über die neueste Mutante „Delta plus“? Die Antworten in Kürze.
          EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (links) mit Kanzlerin Angela Merkel nach ihrem Treffen in Berlin

          Von der Leyen in Berlin : Die gütige Gabenbringerin aus Brüssel

          Ursula von der Leyen kommt aus Europas Hauptstadt nach Berlin. Neben monetären Zusagen in Milliardenhöhe bringt die EU–Kommissionspräsidentin auch noch viele freundliche Worte mit sich.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.