https://www.faz.net/-gpf-9ixhx

Bekannt aus „Argo“ : Legendärer CIA-Agent Tony Mendez gestorben

  • Aktualisiert am

Tony Mendez‘ Rolle bei der Befreiung der Botschafts-Geiseln in Teheran wurde 2012 im Film „Argo“ beleuchtet. Bild: AP

Tony Mendez war federführend beteiligt an der Befreiung amerikanischer Diplomaten aus der Botschaft in Iran. Nun starb der hochdekorierte ehemalige CIA-Agent im Alter von 78 Jahren.

          Der durch die spektakuläre Rettung mehrerer amerikanischer Diplomaten aus Iran bekannt gewordene frühere CIA-Agent Tony Mendez ist gestorben. Das berichteten amerikanische Medien am Sonntag unter Berufung auf eine Mitteilung der Familie.

          Mendez‘ Rolle bei der Rettungsaktion vor 40 Jahren war im Hollywood-Film „Argo“ aus dem Jahr 2012 beleuchtet worden. In dem Film spielt Ben Affleck den CIA-Agenten und führt auch Regie. „Argo“ gewann den Oscar als Bester Film.

          Mendez, der für seine Arbeit in der CIA mehrfach ausgezeichnet wurde, starb den Berichten zufolge bereits am Samstag im Alter von 78 Jahren in einer Einrichtung für betreutes Wohnen im Bundesstaat Maryland. Er war demnach an Parkinson erkrankt.

          Außenminister Mike Pompeo bekundete sein Beileid via Twitter. „Er war ein außerordentlich begabter Geheimdienstler“, schrieb Pompeo über Mendez. Dieser hatte nach seinem Ausscheiden aus dem Auslandsgeheimdienst im Jahr 1990 mehrere Memoiren veröffentlicht. Darin beschrieb Mendez auch seine Rolle bei der Rettung von sechs amerikanischen Diplomaten aus Teheran während der Besetzung der dortigen Botschaft im Jahr 1979. Die Diplomaten waren als kanadische Film-Crew ausgegeben worden und konnten so fliehen.

          Mendez sei ein „wahrer amerikanischer Held“ gewesen, schrieb Affleck auf Twitter. „Er suchte nie das Rampenlicht für seine Taten, er versuchte lediglich, seinem Land zu dienen.“

          1979 hatten iranische Studenten die amerikanische Botschaft in Teheran besetzt, um gegen die Aufnahme des gestürzten Schahs Reza Pahlavi in den Vereinigten Staaten zu demonstrieren. Anders als die getarnten Diplomaten kamen die als Geiseln genommenen Botschaftsangehörigen erst nach 444 Tagen frei. Wegen der Botschaftsbesetzung brachen die Vereinigten Staaten die diplomatischen Beziehungen zu Iran ab.

          Weitere Themen

          Nächster Wechsel an der Spitze des Pentagons

          Shanahan scheidet aus : Nächster Wechsel an der Spitze des Pentagons

          Der kommissarische Verteidigungsminister Patrick Shanahan zieht sich aus dem Nominierungsprozess zurück, wie Präsident Trump auf Twitter verkündet. Die Leitung des Pentagons übernimmt der bisherige Verwaltungschef des amerikanischen Heeres.

          Rentner hoffen auf seine Wiederwahl Video-Seite öffnen

          Trump im „Swingstate“ Florida : Rentner hoffen auf seine Wiederwahl

          Der amerikanische Präsident will bei einem Auftritt in Florida seine Bewerbung um eine zweite Amtszeit verkünden. Florida gilt als Rentnerparadies, unter ihnen hat Trump viele Anhänger. Des Weiteren kommt dem Bundesstaat eine besondere Rolle zu.

          Weiterackern in Berlin

          Julia Klöckner : Weiterackern in Berlin

          Die Bundeslandwirtschaftsministerin will bei der Landtagswahl 2021 in Rheinland-Pfalz nicht mehr als Spitzenkandidatin antreten. Stattdessen schickt die CDU Christian Baldauf ins Rennen. Der kann besonders mit einer Eigenschaft punkten.

          Topmeldungen

          Mordfall Lübcke : Die Falle der AfD

          Die AfD ist an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten. Die Krokodilstränen über den Tod eines Repräsentanten des „Systems“, das sie aus den Angeln heben will, kann sie sich sparen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.