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Arabische Halbinsel : Viel Geld für Waffen

Deutsche Waffen, wie dieser Kampfpanzer Leopard 2 A7+, sind auf der arabischen Halbinsel beliebte Importgüter. Doch nun sollen eigene Waffensysteme folgen. Bild: dpa

Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate bauen ihre eigenen Rüstungsindustrien auf. Damit wollen sie unabhängiger von Waffenimporten werden. Doch es gibt auch innenpolitische Gründe für die Aufrüstung.

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          In keiner anderen Region sind die Militärausgaben, gemessen an der Wirtschaftsleistung, so hoch wie in der arabischen Welt. Nach Berechnungen des Stockholm International Peace Research Institute (Sipri) und der Weltbank haben ihre Staaten 2016 für Verteidigung und Sicherheit 6,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausgegeben; 1960 waren es noch 4,6 Prozent. Weltweit sind die Anteile indessen von sechs Prozent (1960) auf 2,2 Prozent (2016) gefallen, in den Staaten der heutigen EU sogar von 4,7 Prozent auf 1,5 Prozent. Der Trend galt, zumindest bis zur Wahl von Donald Trump zum Präsidenten, auch für die Vereinigten Staaten, wo der Anteil der Militärausgaben an der Wirtschaftsleistung von 8,4 Prozent auf 3,3 Prozent zurückgegangen ist.

          Rainer Hermann

          Redakteur in der Politik.

          Am stärksten rüsten Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate auf, die beiden politischen Schwergewichte der arabischen Welt. Sie gehören weltweit zu den Staaten mit den höchsten Militärausgaben, gemessen an ihrer Wirtschaftsleistung. Das International Institute for Strategic Studies (IISS) in London schätzt, dass Saudi-Arabien 2016 für Verteidigung und Sicherheit 12,7 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts ausgegeben hat, 2017 waren es 11,3 Prozent. In absoluten Zahlen waren das 76,7 Milliarden Dollar gegenüber 61,2 Milliarden Dollar in Russland und 41,7 Milliarden Dollar in Deutschland.

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