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Appell der Friedensnobelpreisträger : Dalai Lama fordert Ende der Kämpfe in der Ukraine

  • Aktualisiert am

Aufruf zum Frieden in der Ukraine: Der Dalai Lama und andere Friedensnobelpreisträger sehen den Konflikt zwischen dem Westen und Russland mit großer Sorge Bild: AP

Als Gefahr für die ganze Welt sehen mehrere Friedensnobelpreisträger die Eskalation in der Ukraine durch die anhaltenden Kämpfe. Der Dalai Lama, Lech Walesa und andere richten nun einen gemeinsamen Appell an die politischen Führer in Russland, der Ukraine, Amerika und der EU.

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          Mehrere Friedensnobelpreisträger sehen mit Sorge die Lage in der Ukraine sowie die wachsenden Spannungen zwischen dem Westen und Russland. Im Münchner Magazins „Focus“ rufen sie dazu auf, den Konflikt friedlich zu lösen.

          Der südafrikanische emeritierte Erzbischof Desmond Tutu betonte, die Welt könne keinen zweiten Kalten Krieg gebrauchen. Klimawandel und Umweltverschmutzung sollten die Menschen eigentlich dazu zwingen, über ihre eigenen nationalen, regionalen und ökonomischen Interessen hinauszusehen. „Die Führer Russlands und der Ukraine halten heute das Wohlergehen der Welt in ihren Händen, das doch so zerbrechlich ist wie ein rohes Ei.“

          Der Dalai Lama mahnte, in einer globalisierten Welt schade man sich mit übersteigertem Nationalismus. Er führe nur zu kurzsichtigen Entscheidungen und einer Trennung zwischen „wir“ und „denen“. Die Botschaft des tibetischen Oberhaupts an Russland, die Ukraine, die USA und die EU lautet deshalb: „Helft, die Gewalt sofort zu stoppen!“

          Walesa mahnt besonnenes Verhalten des Westens an

          Auf ein entschiedenes und besonnenes Handeln des Westen setzt der frühere polnische Staatspräsident Lech Walesa. Denn er sehe die Ursache für die schwerwiegenden Fehler und Unterlassungen in dem Konflikt in fehlender Solidarität. Den europäischen Ländern und den Vereingten Staaten warf er einen Mangel an Zusammenhalt vor. Die Ukraine habe zu Beginn der Auseinandersetzungen keinerlei ernstzunehmende Vorschläge bekommen, die die gesamte Bevölkerung überzeugt und geeint hätten.

          Die iranische Rechtsanwältin Schirin Ebadi rügte Russland, mit seiner Außenpolitik die Ukraine zu spalten. Sollte es so weitergehen, würden weitere Krisen und Konfliktherde entstehen. Russland legte sie ans Herz, dass es nicht im Interesse des russischen Volkes sei, diese Politik fortzusetzen. Für die EU und andere westliche Staaten gelte zugleich, Länder, in denen Minderheiten diskriminiert würden, müssten dazu gedrängt werden, diese Missstände zu beheben.

          Für den früheren südafrikanischen Staatspräsidenten Frederik W. de Klerk sprach sich stellvertretend die nach ihm benannte Foundation dafür aus, ein internationales Abkommen auszuhandeln. Es sollte die Sicherheit und territoriale Unversehrtheit der Ukraine garantieren und die Interessen Russlands. Dazu gehöre die Wahrung von Rechten russischer Minderheiten. Die derzeitigen Sanktionen des Westens stärkten nur die Unterstützung von Wladimir Putin im eigenen Land und erhöhten die Chancen für ein „unversöhnliches und unberechenbares Verhalten“.

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