https://www.faz.net/-gpf-9lpmf

Rechtsextremismus in Italien : Der Aufstand von Torre Maura

Unerwünscht: Anwohner von Torre Maura sowie Mitglieder der rechtsextremen Partei „Forza Nuova“ protestieren gegen Ansiedlung der Roma. Bild: EPA

In einer tristen Siedlung am Rande Roms wollte Bürgermeisterin Raggi Roma-Familien unterbringen. Doch die Anwohner protestierten, und Rechtsextremisten marschierten auf.

          5 Min.

          In Torre Maura, einem Wohnquartier im Osten Roms, endet die Ewige Stadt. Breite Durchgangsstraßen werden am „Grande Raccordo Anulare“ jäh zur Sackgasse. Die große Ringautobahn von Rom, knapp 70 Kilometer lang, von 60 Millionen Fahrzeugen jährlich befahren, markiert wie eine Stadtmauer die Grenze des Hauptstadtbezirks zum Umland.

          Matthias Rüb

          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Torre Maura wuchs in den siebziger und achtziger Jahren zu seiner heutigen Größe von gut 23.000 Einwohnern heran. Die allermeisten von ihnen wohnen in Mietskasernen, unansehnlichen Klötzen aus Beton und Backstein. Auf den Balkonen hängt die Wäsche zum Trocknen, neben der Klimaanlage hängen Blumenkästen über den Geländern. Den Straßen haben die Stadtplaner seinerzeit die Namen von seltenen Vögeln und berühmten Ornithologen verpasst, die außer Vogelkundlern niemand kennt.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+