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Blinken und Austin : „Wir wollen Russland schwächen“

Freundschaftliche Atmosphäre: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und der amerikanische Außenminister Antony Blinken am Sonntag in Kiew Bild: EPA

Wie nach dem Kiew-Besuch zweier amerikanischer Minister bekannt wurde, will Washington ukrainische Soldaten im Ausland schulen. Militärhilfe soll auch an die Länder gehen, die der Ukraine helfen.

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          Am Sonntag sind erstmals seit Kriegsbeginn zwei amerikanische Minister nach Kiew gereist. Außenminister Antony Blinken und Verteidigungsminister Lloyd Austin verzichteten auf eine Pressekonferenz. Erst am Montagmorgen, als sie nach vielen Stunden Zugfahrt wieder in Polen waren, sagte Austin über die Lage der Ukrainer: „Sie können gewinnen, wenn sie die richtige Ausrüstung und die richtige Unterstützung haben. Der erste Schritt zum Sieg ist der Glaube daran, dass man gewinnen kann.“

          Gerhard Gnauck
          Politischer Korrespondent für Polen, die Ukraine, Estland, Lettland und Litauen mit Sitz in Warschau.
          Lorenz Hemicker
          Redakteur in der Politik
          Stephan Löwenstein
          Politischer Korrespondent mit Sitz in Wien.
          Friedrich Schmidt
          Politischer Korrespondent für Russland und die GUS in Moskau.

          Nachdem sie sich persönlich davon überzeugt hatten, dass die Ukrainer an sich glauben, sagten die beiden Minister zusätzliche Militärhilfen in Höhe von 713 Millionen Dollar (etwa 650 Millionen Euro) zu. Davon solle knapp die Hälfte für Waffen für die ukrainischen Streitkräfte verwendet werden. Der Rest soll an Partnerländer der Ukraine gehen, die dem Land Hilfe leisten und ihre eigenen Waffenbestände wieder auffüllen müssen. Ukrainische Soldaten sollen auch außerhalb des Landes geschult werden, etwa an den 155-Millimeter-Haubitzen, die Amerika jetzt liefert.

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