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Antony Blinken : „China ist die größte Herausforderung für die Weltordnung“

  • -Aktualisiert am

Antony Blinken am 26. Mai in Washington Bild: AP

Der amerikanische Außenminister Antony Blinken sieht in China das einzige Land mit der Absicht und der Macht, die Weltordnung umzugestalten. Die Taiwanstrategie Amerikas bleibe unverändert.

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          Der amerikanische Außenminister Antony Blinken hat China die „langfristig größte Herausforderung für die Weltordnung“ genannt. In einer Rede an der George-Washington-Universität sagte er am Donnerstag, China sei das einzige Land mit der Absicht und der Macht, die Weltordnung umzugestalten. Pekings Vision würde die Welt wegführen von den universellen Werten, welche die Voraussetzung für den Erfolg der vergangenen 75 Jahre gewesen sei.

          Majid Sattar
          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Weiter sagte Blinken, statt das Recht, die Prinzipien und die Institutionen zu stärken, welche den Erfolg Chinas ermöglicht hätten, untergrabe das Regime diese Grundsätze. Unter Präsident Xi Jinping sei das Land nach innen repressiver und nach außen aggressiver geworden. Der amerikanische Außenminister verwies dabei auf die Menschenrechtsverletzungen an den Uiguren und das Verhalten Pekings im südchinesischen Meer. Er erwähnte aber auch das zunehmend aggressive Auftreten Chinas auf den Weltmärkten.

          Blinken wollte die Rede über die amerikanische China-Strategie eigentlich schon Anfang Mai – vor der Asien-Reise von Präsident Joe Biden – halten, musste sie aber wegen einer Covid-Infektion vertagen. Der Außenminister hob hervor, Washington wolle keinen Konflikt und keinen neuen Kalten Krieg. Man strebe nicht danach, das politische System Chinas zu transformieren.

          Amerika werde aber mit seinen Verbündeten in der Region für Freiheit und Demokratie sowie für einen freien indopazifischen Raum eintreten. Biden habe daher eine neue „integrierte Abschreckung“ mit seinen Verbündeten entwickelt und das Pentagon angewiesen, sich daran zu orientieren. Mit Blick auf Taiwan hob Blinken hervor, die amerikanische Politik habe sich nicht verändert. Man stehe zur Ein-China-Politik.

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