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Syrien : Anti-IS-Koalition soll Hunderte Zivilisten getötet haben

  • Aktualisiert am

Ein Kampfjet startet vom Deck des amerikanischen Flugzeugträgers Eisenhower Richtung Syrien. Bild: dpa

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty wirft der Allianz gegen die Terroristen vor, zu wenig auf den Schutz von Zivilisten zu achten. In den vergangenen Jahren seien bei elf Angriffen rund 300 Unschuldige getötet worden.

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          Das von den Vereinigten Staaten angeführte Militärbündnis in Syrien hat im Kampf gegen die Islamistenmiliz IS nach Ansicht von Amnesty International zu wenig getan, um die Zivilbevölkerung zu schützen. Der Schaden für Zivilisten werde bei den Einsätzen der Koalition deutlich unterschätzt, sagte Lynn Maalouf vom Büro der Menschenrechtsorganisation.

          Unverhältnismäßig und willkürlich

          Seit September 2014 seien bei elf Angriffen bis zu 300 Zivilisten getötet worden. In jedem dieser Fälle seien nur unzureichende Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung ergriffen worden. Einige der Angriffe könnten als unverhältnismäßig oder als willkürlich bezeichnet werden.

          Das amerikanische Verteidigungsministerium hat erklärt, es werde große Sorgfalt darauf verwandt, den Schaden für Zivilisten möglichst gering zu halten. Nach offiziellen Angaben vom Juli kamen bei Luftangriffen gegen Extremisten-Stellungen im Irak und Syrien zwischen dem 28. Juli 2015 und dem 29. April dieses Jahres 14 Zivilisten ums Leben.

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