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Blinken in Berlin : Amerikas gute Freunde und Verbündete

  • -Aktualisiert am

Außenminister unter sich: Antony Blinken prostet Heiko Maas zu. Bild: AP

Jetzt haben die Vereinigten Staaten wieder viele gute Freunde. Es sind die alten. Während der Trump-Jahre waren Verbündete wie Gegner behandelt worden.

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          Der amerikanische Außenminister Blinken ist bekannt dafür, dass er den Europäern große Sympathie und den Bündnissen Amerikas, wie sein Vorgesetzter, große Wertschätzung entgegenbringt. Bei seinem Besuch in Berlin wurde das mehr als deutlich, auch bei einem so sensiblen Thema wie dem neuen deutsch-amerikanischen Holocaust-Dialog.

          In der Hauptstadt schmeichelte er den Deutschen mit der Feststellung, die Vereinigten Staaten hätten keinen besseren Partner und Freund als Deutschland. Neulich in London rühmte Blinken auf fast gleichlautende Weise das amerikanisch-britische Verhältnis. Hat er denselben Sprechzettel benutzt?

          Unsinn. Hier geht es nicht um ein kindisches Wer-wird-mehr-geliebt, um Bevorzugung oder Nichtbeachtung. Es geht darum, dass in enger, durchaus von Interessen geleiteter Partnerschaft Europäer und Nordamerikaner Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit finden und sich gegen Bedrohungen behaupten können. Je enger die Zusammenarbeit, desto eher können harte Kontroversen entschärft werden, wie die über Nord Stream 2.

          Während der Trump-Jahre war das deutsch-amerikanische Verhältnis mit „zerrüttet“ angemessen beschrieben, trotz der tiefen und breiten Verflechtung. Diese Zerrüttung wirkt nach. Deswegen ist es richtig und notwendig, dass sich beide Seiten immer wieder des Sinns und der Grundlagen ihrer Partnerschaften versichern. Und alle können ziemlich beste Freunde sein.

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