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Anschlagspläne Irans? : Washington veröffentlicht Terrorwarnung

  • Aktualisiert am

Barack Obama hat dem Iran einen eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht vorgeworfen Bild: AFP

Nach dem mutmaßlichen Anschlagsplan Irans gegen den saudischen Botschafter in Washington hat das amerikanische Außenministerium eine weltweite Terrorwarnung veröffentlicht.

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          Angesichts des mutmaßlich von Teheran geplanten Attentats auf den saudi-arabischen Botschafter in den Vereinigten Staaten hat Washington eine internationale Terrorwarnung herausgegeben. Der mutmaßliche Anschlagsplan deute auf eine „aggressive Hinwendung der iranischen Regierung auf Terroraktivitäten gegen Diplomaten“ hin, darunter auch Angriffe in den Vereinigten Staaten, erklärte das amerikanische Außenministerium. Reisende amerikanische Bürger und im Ausland lebende Diplomaten seien daher aufgerufen, die Hinweise des Außenamts sowie andere Reisehinweise genau zu verfolgen. Das Außenministerium rief zudem alle Bürger zu erhöhter Wachsamkeit auf.

          Barack Obama warf Iran einen eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht vor. Gleichzeitig unterstrich er in einem Telefonat mit dem saudischen Botschafter Adel al-Jubeir die Solidarität der Vereinigten Staaten und Saudi Arabiens, teilte das Weiße Haus mit.

          Ermittlungen Obama seit Juni bekannt

          Die amerikanische Regierung hatte Iran am Dienstag die Planung eines Attentats auf den saudi-arabischen Botschafter Adel al-Jubeir, der seit 2007 in Washington ist, vorgeworfen. Das Justizministerium erklärte, dass gegen zwei iranische Staatsbürger Anklage erhoben worden sei. Teheran bezeichnete die Vorwürfe aus den Vereinigten Staaten als „böse Verschwörung“. Der Iran weise diese „schändliche Behauptung kategorisch und auf das Schärfste zurück“, betonte der iranische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mohammed Chasaee, in einem Brief an UN-Generalsekretär Ban Ki Moon.

          Der Komplott sei aufgeflogen, weil sich der verdächtigte Manssor Arbabsiar, ein in Amerika eingebürgerter Iraner mit Kontakten zur El-Kuds-Eliteeinheit der iranischen Revolutionsgarden, an ein scheinbares Mitglied eines Drogenkartells in Mexiko gewandt habe. Dieses wollte er offenbar für den Auftragsmord anwerben. Tatsächlich habe er aber mit einem Kontaktmann der Drogenbehörde DEA gesprochen. Die beiden hätten sich in den vergangenen Monaten mehrfach in dem lateinamerikanischen Land getroffen, um das Attentat vorzubereiten. Die Pläne seien von der Bundespolizei FBI und der Drogenfahndung DEA aufgedeckt worden. Präsident Barack Obama habe seit Juni von der Ermittlungen gewusst, bestätigte das Weiße Haus.

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