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Anschlag in London : Tödliche Erinnerung

Dunkelheit über Westminister Bild: Reuters

Ein Jahr nach den Terrorangriffen von Brüssel schlägt ein Attentäter in London zu. Die Botschaft dieser Tat ist eindeutig.

          Das war kein Zufall; das war eine tödliche Erinnerung, dass Terroristen, ob in Gruppen oder als Einzelgänger, überall morden können, wie unspektakulär auch ihre Mordwerkzeuge sein mögen: Am Morgen wurde in Brüssel der vielen Toten gedacht, die genau vor einem Jahr von einem islamistischen Killerkommando in der belgischen Hauptstadt ermordet worden waren. Am Nachmittag schlug ein einzelner Täter in London zu. Nicht irgendwo in London, sondern auf der Westminster-Brücke, in Westminster.

          Die Botschaft dieser Tat ist eindeutig: Niemand ist sicher; mutmaßlich vom „Islamistischen Staat“ gelenkte Terroristen können zu jeder Zeit im Herzen einer europäischen Metropole zuschlagen. Während die Dschihadisten im Nahen Osten die Kontrolle über mehr und mehr Territorium verlieren, können sie weiterhin in Europa Angst und Schrecken verbreiten. Unschuldige, ahnungslose, wehrlose Menschen wurden getroffen. Der Versuch, in das britische Parlament einzudringen, das Symbol der demokratischen Gesellschaft und Ordnung, wurde vereitelt, wenn auch da noch Fragen offen sind. Dennoch meint man das höhnische Lachen der Hintermänner zu hören.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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