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Selbstmordattentat : Tote und Verletzte nach Anschlag auf Hochzeitsfeier im Osten Afghanistans

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In einem Hospital kümmert sich am Freitag ein Pfleger nach einem Selbstmordattentat um einen der Verletzten. Bild: Reuters

Auf einer Hochzeitsfeier im afghanischen Bezirk Pachiragam sprengt sich ein Selbstmordattentäter in die Luft: Mindestens fünf Menschen sterben, vierzig weitere werden verletzt. Wer hinter dem Anschlag steckt, ist bislang unklar.

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          Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Hochzeitsfeier im Osten Afghanistans sind am Freitag mindestens fünf Menschen getötet worden. Mindestens 40 weitere Menschen wurden verletzt, als sich der Attentäter bei der Feier im Bezirk Pachiragam in die Luft sprengte, sagte der Sprecher des Provinzgouverneurs von Nangarhar, Attaullah Chogyanider, der Nachrichtenagentur AFP. Pachigarams Bezirksgouverneur sprach von mindestens 14 Toten.

          Unklar war zunächst, wer hinter dem Anschlag stand. Die radikalislamische Taliban-Miliz wies jede Verantwortung von sich. In der nahe der Grenze zu Pakistan gelegenen Provinz Nangarhar bekriegen sich verschiedene Gruppen, darunter auch der afghanische Ableger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

          Der Anschlag ereignete sich nur wenige Tage nach dem Abschluss historischer Gespräche zwischen den afghanischen Konfliktparteien in der qatarischen Hauptstadt Doha. Das Treffen auf Einladung Qatars und Deutschlands endete am Montagabend mit einer gemeinsamen Absichtserklärung für einen Friedensplan. Die zivilen Opferzahlen in dem seit Jahren andauernden Konflikt sollten demnach auf „null“ reduziert werden.

          Auch Vertreter der Regierung in Kabul waren in Doha anwesend, repräsentierten aber nicht offiziell die Regierung von Präsident Aschraf Ghani. Die Taliban lehnen direkte Gespräche mit Ghani ab, den sie als Marionette Washingtons betrachten.

          Vertreter der Vereinigten Staaten und der Taliban verhandelten ebenfalls vergangene Woche über die Bedingungen eines Waffenstillstands in Afghanistan. Die Vereinigten Staaten, die vor fast 18 Jahren in Afghanistan einmarschiert waren, wollen möglichst bald eine Friedensvereinbarung mit den Taliban erzielen. Im Gegenzug sollen die Taliban Garantien geben, dass Afghanistan nie mehr zum Rückzugsort für Extremisten wird, wie es vor dem 11. September 2011 der Fall war.

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