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Anschlag auf „Charlie Hebdo“ : Terror-Verdächtiger erhielt Training von Al Qaida

  • Aktualisiert am

Fahndungsfotos von Saïd K. (rechts) und seinem Bruder Chérif Bild: AP

Einer der mutmaßlichen Attentäter von Paris befand sich laut Medienberichten mehrere Monate in einem Ausbildungslager von Al Qaida im Jemen. Zusammen mit seinem Bruder stand er auf der No-Fly-Liste der Vereinigten Staaten.

          Einer der wegen des Anschlags von Paris gesuchten Männer hat nach Informationen des Nachrichtensenders CNN und der „New York Times“ ein Terror-Training im Jemen erhalten. Dort habe er vor wenigen Jahren an der Ausbildung örtlicher Al-Qaida-Einheiten teilgenommen. Dies hätten französische Sicherheitskräfte ihren amerikanischen Kollegen mitgeteilt, berichtete CNN unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen.

          Nach Informationen der „New York Times“ handelt es sich bei dem von Al Qaida ausgebildeten Verdächtigen um Saïd K., den älteren der beiden Brüder, die im Zusammenhang mit dem Anschlag auf „Charlie Hebdo“ von der französischen Polizei gesucht werden. Die Zeitung beruft sich auf einen namentlich nicht genannten Regierungsvertreter.

          Der mittlerweile 34 Jahre alte Saïd K. habe laut dem Bericht einige Monate in dem Trainingslager verbracht. Dort soll er unter anderem für Kampfeinsätze mit Handfeuerwaffen ausgebildet worden sein und Schießübungen absolviert haben. Anschließend sei er wieder nach Frankreich zurückgekehrt.

          Mehrere Medien berichteten, dass auch die Vereinigten Staaten die beiden mutmaßlichen Attentäter im Visier gehabt hätten. Die Nachrichtenagentur AFP meldete unter Berufung auf Ermittlerkreise, die Brüder hätten „seit Jahren“ auf den Überwachungslisten des Landes gestanden. So seien die Namen der beiden Franzosen unter anderen auf einer No-Fly-Liste eingetragen, was ihnen Flüge nach Amerika untersagte.

          Laut „New York Times“ versuchen amerikanische Geheimdienste derzeit herauszufinden, ob Al Qaida direkt den Auftrag zu dem Anschlag erteilt hat. Bisher gebe es dafür jedoch keine Anzeichen. Ein Propaganda-Magazin von Al Qaida hatte jedoch Anhänger der Terror-Organisation jüngst zu Anschlägen aufgerufen und unter anderem „Charlie Hebdo“-Chef Stéphane Charbonnier als mögliches Anschlagsziel genannt. 

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