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Anschlag Al Qaidas : Deutsche unter den Opfern im Jemen

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Nach dem Anschlag in Sanaa Bild: dpa

Bei dem Anschlag auf das Verteidigungsministerium im Jemen sind nach offiziellen Angaben 52 Menschen getötet worden, darunter auch mindestens zwei Deutsche. Ein Selbstmordattentäter hatte eine Autobombe gezündet.

          Bei dem Terroranschlag in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa sind zwei deutsche und ein einheimischer Mitarbeiter der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) getötet worden. Das gab Außenminister Guido Westerwelle am Donnerstagabend in Berlin bekannt. Bei den deutschen Opfern handele es sich um Männer. Auch ein jemenitischer Mitarbeiter der Organisation sei bei den Anschlägen getötet worden. „Die Bundesregierung verurteilt die feigen Anschläge in Sanaa auf das Schärfste“, sagte Westerwelle. Er erwarte eine schnellstmögliche Aufklärung.

          Bei dem Angriff auf das jemenitische Verteidigungsministerium wurden laut Angaben jemenitischer Ärzte mindestens 50 Menschen getötet. Sicherheitskreise machten dem saudi-arabischen Nachrichtensender Al Arabija zufolge Al Qaida auf der Arabischen Halbinsel  (Aqap) für den Anschlag verantwortlich. Demnach sei zunächst eine Autobombe vor dem Ministerium gezündet worden, ehe sich die Angreifer Gefechte mit  Sicherheitskräften lieferten. Die Eindringlinge hätten ein Militärkrankenhaus und zwei weitere Gebäude auf der Anlage besetzt, die später jedoch wieder in die Hände der Regierungseinheiten gelangten. Die Kämpfe dauerten mehr als zwei Stunden an.

          Politische Beobachter in Sanaa wollten am Donnerstag nicht ausschließen, dass auch Gefolgsleute des früheren Präsidenten Ali Abdullah Salih hinter dem Angriff auf das Verteidigungsministerium gestanden haben. Neben Sezessionisten in den südlichen Landesteilen bekämpfen auch die schiitischen Huthi-Rebellen im Norden die Regierung des Übergangspräsidenten Abdurrabbo Mansur Hadi.

          Im Februar 2014 soll ein neues Staatsoberhaupt gewählt werden. Jemens Verteidigungsminister Muhammad Nasser, der sich zum Zeitpunkt des Angriffs auf sein Ministerium in Washington aufhielt, war im September einem Anschlag entgangen, bei dem 13 Menschen getötet wurden. Seit Jahresbeginn haben bewaffnete Gegner der Regierung Hadis ihre Angriffe auf stattliche Einrichtungen verstärkt, die Sicherheitslage hat sich seitdem zunehmend verschlechtert.

          Im September hatte Regierungschef Muhammad Basindawa einen Anschlag überlebt; bereits zuvor hatte die amerikanische Regierung ihre Landsleute angesichts eines drohenden Terroranschlags aufgefordert, den Jemen zu verlassen. Die deutsche und andere westliche Botschaften schlossen wegen der Terrorgefahr im Sommer ihre Tore; ein Leibwächter der deutschen Botschafterin wurde im Oktober erschossen.

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