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Anschläge in Touristengebieten : Drei Deutsche bei Anschlägen in Thailand verletzt

  • Aktualisiert am

Thailändische Spezialisten untersuchen einen Anschlagsort in Hua Hin. Bild: AFP

In mehreren thailändischen Urlaubsorten sind Bomben explodiert. Mehrere Menschen starben, Dutzende wurden verletzt, darunter auch drei Deutsche, wie das Auswärtige Amt mitteilte. Die Anschläge hätten aber nichts mit internationalem Terrorismus zu tun, sagen die Behörden.

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          Bei einer Serie von Bombenexplosionen in thailändischen Touristenorten sind mindestens vier Menschen getötet worden. Sprengsätze detonierten unter anderem in dem beim Königshaus beliebten Badeort Hua Hin sowie in der Touristenhochburg Patong auf der Insel Phuket. Bei den Toten handelt es sich nach Polizeiangaben vom Freitag ausschließlich um Thailänder. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin wurden drei Deutsche verletzt. Die Nationalitäten von Dutzenden weiteren Verletzten waren zunächst noch unklar.

          Zu dem Anschlag hat sich noch niemand bekannt. Nach Angaben der thailändischen Sicherheitsbehörden handelt es sich nicht um Terroranschläge, sondern um „örtliche Sabotage aufgrund von inneren Angelegenheiten“. Damit könnte gemeint sein, dass hinter den Explosionen Aufständische oder Gegner der Militärregierung des südostasiatischen Landes stecken. Am vergangenen Sonntag stimmten die Thailander in einem umstrittenen Referendum für eine von der Junta unterstützte neue Verfassung.

          Regierungschef Prayut Chan-o-cha erließ nach den Worten von Regierungssprecher Winthai Suvaree Notverordnungen. Sicherheitsvorkehrungen in Städten und an Touristenzielen sollten erhöht werden.

          Sanitäter bergen eine verletzte Person in Hua Hin Bilderstrecke

          In Thailand ist am Freitag wegen des 84. Geburtstages von Königin Sirikit ein nationaler Feiertag. Wegen des verlängerten Wochenendes hielten sich auch viele Thailänder in den Urlaubsressorts auf.

          Insgesamt explodierten mindestens zehn Sprengsätze in fünf verschiedenen Städten. „Die Bombenattentate tragen dieselbe Handschrift“, sagte Armeegeneral Danai Kritmethavee vor Journalisten. „Wir gehen zurzeit davon aus, dass es sich um eine koordinierte Attacke handelt.“ Es sei aber noch zu früh, um sich zu möglichen Motiven zu äußern.

          Bomben explodierten im Badeort Hua Hin etwa 200 Kilometeter südwestlich der Hauptstadt Bangkok. Dort starben zwei Menschen. In dem auch bei deutschen Urlaubern beliebten Strandort Patong wurden mehrere Menschen verletzt. Sprengsätze detonierten ebenfalls in Phang Nga. Vor Polizeistationen in Surat Thani im Süden Thailands wurde bei zwei Explosionen mindestens ein Mensch getötet. Bereits am Donnerstag war eine Bombe auf einem Markt in Trang, 850 Kilometer südlich von Bangkok, explodiert. Dort starb ein Straßenhändler.

          Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts sagte der Deutschen Presse-Agentur, das Ministerium und die deutsche Botschaft stünden auch weiterhin in Kontakt mit den thailändischen Behörden und gingen jedem Hinweis auf mögliche weitere Verletzte nach. Zudem habe das Auswärtige Amt die Reise- und Sicherheitshinweise für Thailand aktualisiert und rate Reisenden zu äußerster Vorsicht.

          Seit einem Putsch im Mai 2014 regiert in dem südostasiatischen Land das Militär. Im Süden des Landes gibt es seit Jahren Widerstand gegen die Regierung in Bangkok. Seit 2004 starben mehr als 6000 Menschen bei Bombenanschlägen und Schießereien. Bei dem bislang schwersten Anschlag kamen im August 2015 am Erawan-Schrein in Bangkok 20 Menschen ums Leben.

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