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Sprengfallen in Kleinbussen : Dutzende Tote bei Anschlagsserie in Afghanistan

  • Aktualisiert am

Zwei afghanische Männer fliehen nach Anschlägen in der afghanischen Hauptstadt Kabul Bild: Reuters

Mehrere Sprengstoffanschläge haben am Mittwoch die afghanische Hauptstadt Kabul und den ehemaligen Bundeswehrstandort Masar-e Scharif erschüttert. Dutzende Zivilisten wurden getötet, darunter auch Frauen und Kinder.

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          Bei einer Anschlagsserie in Afghanistan sind mehr als ein Dutzend Menschen getötet worden. Einer der Angriffe habe sich gegen Gläubige in der Hazrat-Zakarya-Moschee in der afghanischen Hauptstadt Kabul gerichtet, teilte ein Polizeisprecher am Mittwoch mit. Mindestens 22 Verwundete seien in ein Krankenhaus der italienischen Nichtregierungsorganisation (NGO) Emergency gebracht worden. Fünf von ihnen waren der NGO zufolge bei ihrer Ankunft bereits tot.

          In der nordafghanischen Stadt Masar-e Scharif sind mindestens neun Menschen bei drei aufeinanderfolgenden Explosionen getötet und fünfzehn weitere verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Die Sprengkörper seien in drei Kleinbussen platziert worden. Bei den Opfern handle es sich ausschließlich um Zivilisten, darunter Frauen und Kinder.

          Mehr als 100 Menschen in den vergangenen Monaten bei Angriffen getötet

          In den vergangenen Monaten wurden mehr als 100 Menschen bei Angriffen auf Moscheen, religiöse Minderheiten und Schulen getötet. Die Terrormiliz Islamischer Staat hat sich zu den meisten Anschlägen bekannt.

          Die sunnitischen Extremisten betrachten Schiiten als Abtrünnige vom wahren Glauben, obwohl auch sie Muslime sind. Die militant-islamistischen Taliban sind nach ihrer Machtübernahme im August 2021 nach 20 Jahren wieder an der Macht.

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