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Baerbock in Warschau : „Die Sicherheit Osteuropas ist Deutschlands Sicherheit“

Außenministerin Annalena Baerbock und ihr polnischer Amtskollege Zbigniew Rau am Dienstag in Warschau Bild: Reuters

Außenministerin Baerbock betont trotz Streitthemen wie Warschaus Reparationsforderungen die „gemeinsame Zukunft“ Deutschlands und Polens. Mit Blick auf den Krieg in der Ukraine äußert sie einen bemerkenswerten Satz.

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          Annalena Baerbock hat in Warschau dazu aufgerufen, trotz des Krieges in der Ukraine, trotz Polens Reparationsforderungen an Deutschland und weiteren deutsch-polnischen Streitthemen den Blick in die Zukunft zu richten. „Die gute Nachricht ist: Wir haben eine gemeinsame Zukunft“, sagte die  Außenministerin am Dienstag nach einem Treffen mit ihrem polnischen Amtskollegen Zbigniew Rau. „Es kann uns gar nicht so viel trennen, wie uns verbindet!“

          Gerhard Gnauck
          Politischer Korrespondent für Polen, die Ukraine, Estland, Lettland und Litauen mit Sitz in Warschau.

          Auf dem Empfang der Deutschen Botschaft zum Tag der Deutschen Einheit am Montagabend sagte sie vor Hunderten Gästen bemerkenswerte Sätze. Sie enthielten eigentlich Selbstverständliches, doch während Russlands Angriffskrieg klangen sie ganz neu. Vielleicht werden sie als Baerbock-Doktrin in die Geschichte eingehen. Mit Blick auf die achtziger Jahre und die polnische Bürgerbewegung Solidarność („ohne Solidarność hätte es in unserem Land keinen Mauerfall gegeben“) gab sie allen „Verbündeten und Nachbarn“ ein feierliches Versprechen. Wörtlich sagte Baerbock: „Genauso, wie Sie für uns da waren, werden wir jetzt für Sie da sein. Das gilt für die Ukraine, das gilt aber eben auch für Polen. Wir werden für Euch da sein, so wie Ihr für uns da wart, als wir Euch am dringendsten brauchten. Denn die Sicherheit Osteuropas ist Deutschlands Sicherheit. Darauf können Sie sich verlassen.“ Die EU lobte sie ausführlich als „unsere gemeinsame Lebensversicherung“, ohne in ihrer Rede die NATO auch nur zu erwähnen.

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